Erstellt am 15. Juni 2016, 05:25

von Michael Pekovics

Ersparnis trotz Preissteigerung. Michael Pekovics über die Preisanpassungen der Linie G1.

Zwischen 60 Euro (ab Oberwart) und 200 Euro (ab Jennersdorf) ersparen sich Jahreskarten-Buspendler also ab 6. Juli (

und ganz unten). Die neuen Preise gelten übrigens auch für Inhaber von aktuellen gültigen Fahrkarten, ihnen wird die Ersparnis rückerstattet.

Die geänderte Preisgestaltung (Anmerkung: Auflösung der Zonen, verrechnet werden gefahrene Kilometer) hat vor allem für südburgenländische Pendler positive Auswirkungen. Anders in Niederösterreich, wo Pendler ab 6. Juli zum Teil viel tiefer in die Taschen greifen müssen als bisher.

Dennoch ist die Jahreskarte Oberwart-Wien heute um knapp 400 (!) Euro teurer als noch im April 2014 – das ist eine Preissteigerung von satten 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Die Buslinie G1 wird aber weiter das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel des Südburgenlands bleiben – schließlich gibt es keine Konkurrenz zu den täglich rund 20 Busverbindungen nach Wien. Und billiger als mit dem Auto ist das Pendeln mit dem Bus allemal.

Allerdings entsteht durch die mangelnde Konkurrenz auch kein wirklicher Preisdruck – und so gut die Linie G1 auch ist: Ein Monopol ist nie gut für den Konsumenten.