Erstellt am 17. September 2014, 07:03

von Eva-Maria Leeb

Gemeinsam fürs Leben lernen. Eva Maria Leeb über den Geburtstag des Integrationsunterrichts.

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In einer Integrationsklasse werden bei einer verminderten Zahl an Schülern behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam im Zwei-Lehrer-System (ein Fachlehrer und ein Sonderpädagoge) unterrichtet.

Im Rahmen dieser Elementarausbildung soll den Kindern eine gemeinsame grundlegende und ausgewogene Bildung im sozialen, emotionalen, intellektuellen und körperlichen Bereich ermöglicht werden. Was heute Normalität im Schulalltag ist, hat vor 30 Jahren in Oberwart seinen Ausgang genommen.

Im Jahr 1984 wurden, gegen teilweise heftigen Widerstand, zum ersten Mal behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet. Im Jahr 1993 wurde das Recht auf Integration an der Volksschule gesetzlich verankert, Hauptschule und AHS-Unterstufe folgten erst 1997.

Mittlerweile haben Studien belegt, dass es für keine Schülergruppe Nachteile gibt, wenn sie gemeinsam unterrichtet werden. Gerade in einer Zeit, in der allgemein immer öfter von „sozialer Kälte“ gesprochen wird, ist es schön zu sehen, dass Integration zumindest in diesem Bereich funktioniert. Ein Dank an die Pioniere!