Erstellt am 28. Januar 2015, 11:35

von Michael Pekovics

Jeder Fall kommt nicht zu Tage. Michael Pekovics über die Kriminalität im Land – die gefühlte, die tatsächlich und die versteckte.

Das oft zitierte „subjektive Sicherheitsgefühl“ ist ebenso rückläufig wie die Kriminalität an sich. Das mag unlogisch klingen, ist aber so. Denn tatsächlich gehört das Burgenland laut Statistik zu den sichersten Bundesländern Österreichs, noch dazu mit einer Aufklärungsquote im Spitzenfeld, zumindest wenn es um Einbruchsdelikte oder Diebstähle geht.

Trotzdem scheint es so, als ob in der Bevölkerung die Angst vor einem Einbruch eher zu- als abnimmt. Das kann einerseits mit der Medienberichterstattung zu tun haben und andererseits damit, dass fast jeder jemand kennt, bei dem schon einmal eingebrochen wurde. Dennoch hat ein Rundruf in den Gemeinden ergeben, dass in den vergangenen Monaten tatsächlich kaum eingebrochen wurde.

Wobei auch gesagt werden muss, dass nicht jeder Einbruch oder Diebstahl von der Polizei an die Medien gemeldet wird. Das mag ermittlungstaktische Gründe haben. Fakt ist aber, dass dadurch weniger über Einbrüche berichtet wird, was das „subjektive Sicherheitsgefühl“ steigern sollte – tut es aber nicht. Sicherer fühlt man sich aber ohnehin nur dann, wenn man sich entsprechend schützt – egal mit welcher Maßnahme.