Erstellt am 10. Februar 2016, 09:56

von Daniel Fenz

Jetzt braucht es gute Beispiele. Daniel Fenz über die Registrierkassenpflicht und Klubs, die vor das Parlament ziehen wollen.

Seit 1. Jänner muss in Betrieben, in denen die Barumsätze 7.500 Euro im Jahr überschreiten – und ab einem Gesamtjahresumsatz von 15.000 Euro netto – die Einzelaufzeichnung mit einer elektronischen Registrierkasse erfolgen.

Nicht nur die Betriebe trifft diese Pflicht, auch alle Vereine müssen sich ab 1. April auf die neuen Spielregeln einstellen. Bis dahin wird vom Finanzamt nicht geprüft, ab 1. Juli wird es dann ernst. Dass viele Klubvertreter die neuen Auflagen nicht nachvollziehen können, ist Fakt. Stichwort: wieder neue Hürden und Hindernisse für ehrenamtliche Funktionäre.

Jetzt wird über eine Demonstration vor dem Parlament nachgedacht. Neubergs Obmann Martin Konrad will, als eine der „letzten Lösungen“, mit Funktionären gegen die Registrierkassenpflicht mobil machen. Klubs wie Stegersbach denken darüber nach, den Fußballbetrieb auszusetzen – das stellt Obmann Karl Krammer in den Raum.

Bleibt zu hoffen, dass es sich um leere Drohungen handelt. Denn selbst eine kurzfristige Einstellung des Spielbetriebs würde schon alleine vom Image her mehr Schaden anrichten, als Lösungen bringen. Stattdessen können die Top-Klubs nun mit gutem Beispiel vorangehen – und beweisen, dass sie sich auch in bürokratisch harten Zeiten wie diesen nicht komplett aus der Bahn werfen lassen.