Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:03

von Michael Pekovics

Masse im Norden, Klasse im Süden. Michael Pekovics über die geschickte Strategie der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft.

Genossenschaftlicher Wohnbau ist zu einem der wesentlichsten Faktoren der burgenländischen Wirtschaft geworden – das gilt ebenso für den Norden wie für den Süden.

Der Unterschied liegt in der Art der Bauvorhaben: Im Norden sind Großprojekte mit 100 Wohnungen wie etwa in Bruckneudorf möglich, im Süden hingegen steht fast in jeder Gemeinde ein Wohnblock der OSG, wenn auch vielfach nur mit vier oder acht Einheiten. Das bestätigen auch die Zahlen: Zwei Drittel der OSG-Baustellen des heurigen Jahres sind im Norden zu finden.

Die Bezirkshauptstadt Oberwart ist da natürlich eine Ausnahme, wohnen doch mit 3.200 Personen zwei Fünftel aller Bürger in OSG-Wohnungen.

Mit den aktuellen Projekten in der Stadt (siehe den Artikel unten) hat sich die Genossenschaft quasi drei aktuelle „Perlen“ der Bezirkshauptstadt gesichert – und beweist Weitsicht: Mit Altenbetreuung am Magnet-Areal, der großflächigen Südtirolersiedlung und dem neuen Wohn- und Geschäftsgebäude mitten im Zentrum wird das Angebot gestreut – „Klasse statt Masse“ scheint die Devise. Damit ist die OSG zum wesentlichsten Faktor zur Weiterentwicklung der Stadt geworden.

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