Jennersdorf

Erstellt am 03. November 2016, 05:09

von Carina Fenz

S7: Segen und Fluch zugleich. Carina Ganster über die S7, die Lebensader für Bevölkerung und Wirtschaft sein soll.

Was wäre, wenn seit fast 20 Jahren – so wie ursprünglich geplant – Autos über die Schnellstraße S7 rollen würden? Industrie, Politik und lärmgeplagte Anrainer würden jubeln. Es hätten sich große Betriebe im Lafnitztal angesiedelt und die Arbeitslosenrate wäre dadurch nicht so groß, wie sie jetzt ist.

Die umstrittene Schnellstraße, deren Umweltverträglichkeit jetzt erstmals für beide Abschnitte bestätigt wurde, ist Fluch und Segen zugleich, sie ist aber vor allem Wirtschaftsfaktor und soll Wachstum sichern und Stabilität bringen, gerade deshalb ist die Straße so wichtig.

Gewiss aber, hätten die Gemeinden entlang der S7 auch ein Stück an Identität eingebüßt, vor allem weil Landschaft und Dorfcharakter, nicht Autobahnen und große Industriebetriebe, prägend für unsere Region sind (Stichwort: sanfter Tourismus).

Gerade weil das Südburgenland kein Durchfahrts- sondern Aufenthaltsort ist und das Erscheinungsbild zusammen mit dem Landschaftsraum, Grundkapital für den Tourismus, aber vor allem Identifikationsraum für die Bevölkerung ist, wird der Bau der S7, immer umstritten bleiben, vorausgesetzt dieser wird jemals stattfinden.