Erstellt am 30. März 2016, 05:04

von Carina Ganster

Kooperation als Schulversuch. Die Gemeinden Königsdorf und Eltendorf legen ihre Volksschulen zusammen, wollen aber beide Standorte erhalten.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Schwache Geburtenjahrgänge führen dazu, dass die beiden Volksschulen Königsdorf und Eltendorf ab kommendem Herbst nur mehr einklassig geführt werden müssten. In Eltendorf war das zuletzt vor vier Jahren so.

Beide Gemeinden haben sich nun dazu entschlossen, Synergieeffekte zu nutzen und einen gemeinsamen Weg zu gehen, um der Einklassigkeit aus dem Weg zu gehen.

Jeweils zwei Klassen pro Ort unterrichtet

Seit Herbst gab es parallel Workshops mit Eltern und Gemeindevertretern, um eine Lösung zu finden, mit der alle einverstanden sind. Jetzt wurde diese den Gemeinderäten vorgelegt und einstimmig beschlossen.

Ab Herbst werden die ersten und zweiten Klassen in Eltendorf unterrichtet und die dritten und vierten Klassen in der Volksschule Königsdorf. „Es soll eine Art Schulversuch werden, der in den kommenden vier Jahren durchgeführt wird“, erklärt Eltendorfs Bürgermeister Josef Pfeiffer.

Gemeinsame Leitung bereits seit 2014

Bereits seit 2014 werden beide Schulen von Direktorin Petra Granitz geleitet. „Auch das hat sich in den letzten Jahren als gute Lösung herauskristallisiert, also warum sollen die Synergien nicht weiterhin genutzt und intensiviert werden“, sagt Königsdorfs Bürgermeister Dieter Wirth.

Beide Gemeinden erwarten sich durch die Zusammenlegung keine finanziellen Mehrkosten, im Gegenteil. „Diese Kooperation bringt sowohl den Schülern im pädagogischen als auch den Gemeinden nur Vorteile“, sind sich Wirth und Pfeiffer einig.

Auch für den Transport der Kinder haben die Gemeinden bereits eine Lösung ausgearbeitet. Es wird einen Schülerbus geben, der die Kinder in die Volksschulen bringt. Einzig der Landesschulrat muss die Präambel noch absegnen. „Da sehen wir aber kein Problem damit“, heißt es von den Gemeindevertretern. Gestartet wird das Projekt ab dem kommenden Schuljahr.