Erstellt am 15. Oktober 2013, 10:28

Kulturverein: Sampt legt Mandat zurück. Rücktritt / Offene Forderungen von rund 90.000 Euro und eine Investition von 205.000 Euro lassen die Wogen im Verein hoch gehen.

Zieht einen Schlussstrich. Obmann-Stellverterter Helmut Sampt ist mit Vorgehensweisen nicht einverstanden.  |  NOEN
Von Carina Ganster

BEZIRK JENNERSDORF / Helmut Sampt (SPÖ), Obmann-Stellvertreter des Kulturvereins Schloss Tabor, hat genug und legt sein Amt zurück. Dieser Schritt hat vergangene Woche für große Überraschung bei den Mitgliedern gesorgt. Seinen Rückzug begründet Sampt (SPÖ) folgendermaßen: „Aufgrund der eigenmächtigen Handlungen des Obmanns Helmut Sampt (ÖVP) betreffend der Vorgehensweise bei der Projektierung von baulichen Maßnahmen – Außengestaltung, Innenhof, Bühne und der Negierung meiner Standpunkte – kann ich diese Vorgehensweise nicht länger unterstützen“, sagt Sampt (SPÖ). 

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Weiters hegt er Bedenken hinsichtlich neuer Schulden und Haftungen, die durch die Anschaffung der neuen Bühne und den Umbauarbeiten am Schloss entstehen. „Unabhängig von meinem Rücktritt als Obmann-Stellvertreter möchte ich als Bürgermeister der Gemeinde Minihof Liebau aber betonen, dass die Gemeinde voll hinter dem Kulturprojekt Schloss Tabor steht, auch die Beteiligung an den notwendigen Investitionen“, fügt Sampt (SPÖ) bei.

Obmann dementiert die Vorwürfe

Sein Namenskollege und Obmann des Kulturvereins Helmut Sampt (ÖVP) versteht den Rücktritt seines Obmann-Stellvertreters nicht. „Jeder einzelne Beschluss und auch jede Tat meinerseits ist in geordneten Bahnen abgelaufen. Dieser Vorwürfe stimmen nicht. Der Vorstand wurde immer informiert“, wehr sich Sampt (ÖVP). Konkret geht es bei den baulichen Maßnahmen um eine Investition von 205.000 Euro, wovon 85 Prozent von der Europäischen Union gefördert werden. Die fünf Naturparkgemeinden müssen einen Betrag von 10.000 Euro bezahlen. Der Naturpark streckt das Geld vor, dafür müssen die fünf Naturparkgemeinden eine Haftung übernehmen.

„Da sind alle Gemeinden dabei, auch Minihof Liebau“, erklärt Obmann Sampt. Die baulichen Maßnahmen starten noch in der kommenden Woche. Eine neue Bühne für die Opernaufführung jOpera wird im Schlosshof installiert. Diese wird multifunktional und auch höhenverstellbar sein.

Der scheidende Helmut Sampt (SPÖ) bleibt aber so lange Obmann-Stellvertreter, bis die Gemeinde Minihof Liebau einen Nachfolger in den Kulturvereinsvorstand entsandt hat.