Erstellt am 18. März 2016, 05:44

von Carina Ganster

Lkw-Nachtfahrverbot: Abfuhr für Petition. Land will Fahrverbot nur, wenn die S7 gebaut wird. Gemeinde Jennersdorf will aber Beratung in Petitionsausschuss abwarten.

Anrainer forderten ein LKW-Nachtfahrverbot in Rax. Foto: Bilderbox  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Der Jennersdorfer Gemeinderat stimmte Anfang Dezember über ein Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Das Fahrverbot soll für die gesamte B 57 im Stadtgebiet von Jennersdorf, Rax-Bundesstraße 33 bis zur Firma Niederer, der L 116 bis zum Kreisverkehr und auf der L 426 Ortstafel bis zur Kreuzung an der B 57 gelten.

Eingebracht wurde der Antrag von einem Anrainer aus Rax, aufgrund des stark zugenommenen beziehungsweise stark steigenden Lkw-Verkehrs in den Tag- und speziell in den Nachtstunden.

Vernünftige Ausweichroute als Basis

Die Gemeinde leitete die Petition an die Landesregierung weiter, die nun in einer Stellungnahme der Bürger-Bitte eine Abfuhr erteilte und an die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf verwies.

„Nach Rückfrage über die derzeitige Lage bei der Fachabteilung des Landes, ist die Verhängung eines Nachtfahrverbotes nicht möglich. Ein Lkw-Fahrverbot wird kommen, sobald die S7 fertiggestellt ist, weil erst dann eine vernünftige Ausweichroute zur Verfügung steht“, heißt es in der Antwort von Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ).

Vizebürgermeister Bernhard Hirczy (ÖVP) will sich mit der Antwort von Tschürtz nicht zufrieden geben und verweist auf den Petitionsausschuss des Landes. „Zuerst muss sich der Ausschuss mit dem Thema befassen und das ist noch nicht passiert“, vermutet Hirczy eine Fehlinformation des Landesvize Tschürtz.

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