Erstellt am 17. Februar 2016, 04:39

von Carina Ganster

Lösung im Schulstreit. Während die Neue Mittelschule Neuhaus am Klausenbach auch im kommenden Schuljahr geöffnet bleibt, steht die Volksschule Grodnau vor der Schließung.

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Rund zwei Jahre zittern Eltern, Schüler und Gemeindevertreter um die Weiterführung der Neuen Mittelschule Neuhaus am Klausenbach. Jetzt gab es vom Landesschulrat das offizielle Ja.

Sampt: Versöhnliche Lösung, aber nicht die beste

Ab dem Schuljahr 2016/2017 soll für die Neue Mittelschule Neuhaus am Klausenbach eine Expositur-Lösung angestrebt werden, da die vom Gesetz geforderten Schülermindestanzahl von 80 voraussichtlich nicht erreicht wird.

Aktuell besuchen 73 Schüler die südlichste Neue Mittelschule des Landes. Die NMS soll als Expositur der NMS Jennersdorf geführt werden. „Seitens des Landesschulrates für Burgenland wurden dazu die nötigen Vorkehrungen getroffen, damit die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Burgenländischen Landtag beschlossen werden können“, erklärt Landesschulratspräsident Heinz Zitz.

Für Bürgermeister Helmut Sampt ist es eine versöhnliche Lösung, wenn auch nicht die beste. „Es ist besser, die Schule wird als Expositur geführt, als zugesperrt“, sagt Sampt, der mithilfe seiner ÖVP-Fraktion eine Gesetzesänderung forderte, mit der die Mindestschülerzahl von 80 fallen hätte sollen. Einen Antrag im Landtag gab es bereits, beschlossen ist derzeit aber noch nichts. Ab dem kommenden Herbst wird die NMS dann von Hannes Thomas, dem Direktor der NMS Jennersdorf, geleitet.

Volksschule Grodnau steht vor Schließung

Während die NMS Neuhaus vorerst einmal positiv in die Zukunft blicken kann, steht es um den Fortbestand der Volksschule schlecht, die Schule erreicht im Herbst voraussichtlich nicht die Mindestschülerzahl. Lediglich sieben Kinder sind derzeit angemeldet.

„Derzeit schaut es nicht gut aus. Zwei Kinder haben mit Montag in der Volksschule Unterschützen begonnen. Wahrscheinlich müssen wir die Schule schließen, trotzdem haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben und wollen das beim nächsten Elternabend auch mit den Lehrkräften und Eltern besprechen, um vielleicht doch noch eine Lösung zu finden“, erklärt Bürgermeister Reinhard Berger (Bild unten).

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