Erstellt am 19. August 2015, 06:02

von Carina Ganster

Massive Hitzeschäden: Bauern bangen um Ernte. Burgenlandweit beträgt der Schaden bis zu 20 Millionen Euro. Im Bezirk Jennersdorf gibt es vor allem bei Grünlandkulturen Ernteausfälle von bis zu 100 Prozent.

Agrarlandesrätin Verena Dunst machte sich bei einigen Landwirten im Burgenland einen Überblick über die massiven Hitzeschäden.  |  NOEN, BVZ
Auch der Regen der vergangenen Tage kann die Ernteausfälle in der Landwirtschaft nicht mehr gut machen. Zwar hat es die Bauern im Bezirk Jennersdorf nicht ganz so schlimm getroffen wie ihre Kollegen im Nordburgenland, trotzdem gibt es beispielsweise bei Grünlandkulturen Ernteausfälle von bis zu 100 Prozent.

Korpitsch: Umdenken muss her

x  |  NOEN, Nina Decker
„Für Landwirte mit Rindern oder Biogasbauern ist das natürlich eine Katastrophe“, sagt Josef Korpitsch, Bürgermeister in Mogersdorf und Vertreter der Landwirtschaftskammer. Für Rinderbauern bedeutet der Ausfall, dass sie ihre Tiere jetzt vermehrt mit Mais füttern müssen, was zum nächsten Problem führt.

Um einem Futtermangel vorzubeugen, wurde nun das Mähen sogenannter Ökobrachen erlaubt. Im Bezirk gibt es nämlich einen Ausfall von 40 Prozent bei Mais- und Sojabohnenkulturen.

Für Korpitsch muss ein Umdenken her: „Wir müssen in den Pflanzen anbauen, die weniger Wasser verbrauchen. Verstärkt sollte wieder auf Getreide, Sonnenblumen und Ölkürbisse gesetzt werden.“

Die burgenländischen Bauern sollen hingegen für Ernteausfälle durch die Hitze entschädigt werden. Agrarlandesrätin Verena Dunst sieht eine Chance, dass das Landwirtschaftsministerium dabei mitzahlt.