Erstellt am 17. September 2014, 11:50

von Carina Ganster

Nahversorger ist außer Reichweite. Eine Vereinslösung soll es nach unterschiedlichen Sichtweisen der Gemeinderatsmitglieder nicht geben.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Das Ziel der Gemeinde bis August einen Nahversorger gefunden zu haben, wurde deutlich verfehlt. Weit und breit, trotz zweier Interessenten, ist keine Übernahme in Sicht.

Anfänglich wollte die Gemeinde, sollte kein Nahversorger gefunden werden, das Geschäft als Verein weiterführen, wie auch in der Nachbargemeinde Neuhaus am Klausenbach. Dort funktioniert das System seit einem Jahr sehr gut.

Pläne von der Vereins-Übernahme vom Tisch

Mühlgraben scheint anders. Obwohl kein Betreiber in Sicht ist, sind auch die Pläne von der Übernahme durch einen Verein vom Tisch.

Warum, erklärt Bürgermeister Reinhard Knaus: „Im Gemeinderat herrscht keine Übereinstimmung und daher ist das Risiko zu groß, das Geschäft zu übernehmen. Das würde nur dann funktionieren, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, das ist bei uns leider nicht der Fall“, sagt Knaus.

Auch integriertes Café bleibt geschlossen

Während vor allem ältere Dorfbewohner darunter leiden, weil sie im Ort keine Lebensmittel mehr kaufen können, jubeln die Nahversoger aus den Nachbarorten Neuhaus am Klausenbach und Minihof Liebau, die ihre Umsätze deutlich steigern konnten.

Auch das kleine Café, das im Nahversorger integriert war, bleibt bis auf weiters geschlossen. Bereits im Frühjahr haben sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung nach einer Befragung des Gemeinderates für den Erhalt des Nahversorgers ausgesprochen.

„Wir werden eine Lösung finden, mit der hoffentlich alle einverstanden sind, auch wenn es noch dauert“, hofft Bürgermeister Knaus weiter auf einen möglichen Betreiber.