St. Martin an der Raab

Erstellt am 30. Juni 2016, 10:00

von Carina Ganster

Ein Stück Paradies in St. Martin an der Raab. Zur ökologischen Rehabilitierung der Raab wurden um 1,7 Millionen Euro zwei Altarme an die Raab angebunden.

Direkt neben der „Altarmanbindung“ befindet sich das Gemeindeschutzgebiet der Gemeinde St. Martin an der Raab. Foto: Ganster  |  Carina Ganster

Bis vor einigen Jahrzehnten war es gang und gäbe, dass Flüsse reguliert wurden. Inzwischen ist man eines Besseren belehrt worden und Flüsse werden wieder rückgebaut und Monokulturen zumindest kleinflächig wieder in Ökoflächen verwandelt. Als Paradebeispiel gilt da das Raabtal bei Welten, wo sich nach großem Aufwand ein wahres Naturparadies entwickelt.

Raab wurde um rund 600 Meter länger

Das Gemeindeschutzgebiet St. Martin an der Raab in Welten-Hohenbrugg war am vergangenen Samstag Treffpunkt zahlreicher Naturbegeisterter. Im Rahmen des Projektes „Open Wehr“ wurden zur ökologischen Rehabilitierung der Raab in Welten und Hohenbrugg um 1,7 Millionen Euro zwei verlandete Altarme an die Raab angebunden. Die Raab wurde dadurch um rund 600 Meter länger.

Stellte das Naturparadies in Welten der Öffentlichkeit vor: Robert Wahlhütter, Projektleiter der Bienenweiden. Foto: Ganster  |  Carina Ganster

„Zudem wurde mit dem Gemeindeschutzgebiet St. Martin an der Raab ein echtes Naturparadies geschaffen“, freut sich Initiator Ernst Mayer. In den vergangenen Jahren wurden dafür zahlreichen Grundstücksflächen zurückgekauft. „Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern waren hart, haben sich aber gelohnt“, erklärt Bürgermeister Franz Kern. An den Uferböschungen wurden über 300 Bäume und über 400 Sträucher gepflanzt sowie eine sieben Hektar umfassende Bienenweide angelegt.

Biologe Joachim Tajmel, Oskar Tiefenbach, Obmann des Naturschutzbundes, Vegetationsökologe Stefan Weiss und Robert Wahlhütter, Projektleiter des Projekts Bienenweiden, erläuterten bei einem Rundgang die Flora und Fauna des neu gestalteten und der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Naturraumes im Bezirk Jennersdorf. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch „Mein Quadratmeter Raabtal“, mit mittlerweile 18 Hektar Fläche, davon über 95.000 Quadratmeter Wiesen und über 4.000 Quadratmeter Auwald“, erklärt Oskar Tiefenbach.

Stellte das Naturparadies in Welten der Öffentlichkeit vor: Bürgermeister Franz Kern. Foto: Ganster  |  Carina Ganster

Stellte das Naturparadies in Welten der Öffentlichkeit vor: Initiator Ernst Mayer. Foto: Ganster  |  Carina Ganster

Stellte das Naturparadies in Welten der Öffentlichkeit vor. Vegetationsökologe Stefan Weiss. Foto: Ganster  |  Carina Ganster/BVZ