Erstellt am 19. Dezember 2012, 00:00

Neue Gebühren. Gemeinderat / Kanal- und Wassergebühren steigen ebenso, wie Hundesteuer. Eltern müssen erstmals auch für Ganztagskindergarten zahlen.

Poker um das KUZ. Heuer wird der Kaufvertrag noch nicht von der Gemeinde unterschrieben. Die Verlassenschaft vom verstorbenen Eigentümer Ernst Kampel-Kettner ist noch nicht abgeschlossen. Der Gemeinderat hat mit seiner Zustimmung zu einem Darlehen in der Höhe von 300.000 Euro aber alle Vorkehrungen getroffen. zVg/jdf-events.at  |  NOEN
Von Carina Ganster

JENNERSDORF / In der vergangenen Gemeinderatssitung wurden kräftige Gebührenerhöhungen beschlossen. Wassergebühren steigen um 0,20 Cent/Kubikmeter, Kanalgebühren um 0,25 Cent pro Kubikmeter. Erstmals müssen auch Eltern, deren Kinder den Ganztageskindergarten besuchen tiefer in die Tasche greifen. Bis 2012 hat die Gemeinde einen einheitlichen Tarif von 45 Euro pro Monat pro Kind eingehoben. Ab 2013 müssen Eltern für die ganztägliche Betreuung nun 65 Euro bezahlen. „Wir müssen einfach geringe Anpassungen machen. In Kindergarten zum Beispiel ist es einfach nicht gerecht, dass Eltern für einen halben Tag und einen ganzen Tag Betreuung gleich viel zahlen. Zudem muss auch das Personal am Nachmittag bezahlt werden“, argumentiert Bürgermeister Willi Thomas die Erhöhungen. Auch das Sterben und der Besitz von Hunden wird in der Bezirkshauptstadt teurer.

Auch das Sterben wird 2013 teurer

„Bei den Friedhofsgebühren hatten wir ein komplexes Aufsplittungsverfahren bei den Gebühren. Das haben wir vereinfacht“, meint der Ortschef. Bei der Erhöhung der Hundeabgabe zeigten sich alle Fraktionen einstimmig. „Es ist Faktum, dass es einen extremen Wildwuchs bei Hunden gibt. Der verursacht natürlich Kosten“, erklärt SP-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder. Heftige Diskussionen allerdings blieben bei der Gemeinderatssitzung allerdings aus. Lediglich die SPÖ, die FPÖ und die Grünen Gemeinderäte Robert Necker und Rudi Dujmovits stimmten gegen eine Gebührenerhöhung bei der Kanalbenutzungsgebühr.

SPÖ: „Das ist keine  soziale Gerechtigkeit“

„Wir haben gegen die Erhöhung bei Kanal- und Wassergebühren gestimmt, weil das keinen eingeschränkten Personenkreis betrifft, sondern alle Bürger. Es ist mir unverständlich, warum die Allgemeinheit dafür bezahlen muss, um Budgetlöcher zu stopfen. Das ist keine soziale Gerechtigkeit“, meint Hirczy-Hirtenfelder.

Neue Gebühren

Kanal + 16,7 Prozent
Neu: 1,75 Euro/Quadratmeter
Alt: 1,50 Euro/Quadratmeter

Wasser  
Verbrauchsgebühr + 15,4 Prozent
Neu: 1,50 Euro/Kubikmeter
Alt: 1,30 Euro/Kubikmeter

Grundgebühr (Monat/Haushalt)
unter 400 m³ - 3 Euro (2,20 Euro)
über 400 m³ - 5 Euro (3 Euro)
ab 1.000 m³ - 15 Euro (10 Euro)

Hundeabgaben + 44,8 Prozent
Neu: 20 Euro pro Hund, ab dem dritten Hund 40 Euro pro Hund (alt: 14,5 Euro pro Hund)

Kindergarten + 44,4 Prozent
Neu: 65 Euro pro Tag
Alt: 45 Euro pro Tag

Friedhof +48,1 Prozent
Neu: 120 Euro/Begräbnis
Alt: 81 Euro/Begräbnis

Erhöhung einzelner Positionen bei der Altstoffsammelstelle