Erstellt am 08. Juni 2016, 05:55

von Carina Ganster

Neue Pläne für den „Burgenlandhof“. OSG übernimmt das Jennersdorfer Traditionsgasthaus von Willi Kern im kommenden Frühjahr. Wohnungen und Gastroprojekt entstehen.

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Willi Kern führt den Burgenlandhof in Jennersdorf seit Mai 1980 in vierter Generation. Aber irgendwann muss auch für den besten Wirten einmal Schluss sein. Und um seine Gäste und auch sich selbst rechtzeitig auf den Abschied einzustimmen, hat sich Kern bereits jetzt für den Schritt entschieden, seinen Gasthof zu verkaufen.

„Genug Zeit, die besten Ideen zu entwickeln“

Die Vorverträge mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, die das Gebäude ab 1. April des kommenden Jahres besitzt, sind bereits unterzeichnet. „Bis dahin soll es aber ganz normal weiterlaufen im Betrieb“, sind sich Kern und OSG-Obmann Alfred Kollar einig.

„Dass die Übernahme erst in einem Jahr stattfindet, kommt uns sehr entgegen, vor allem, weil wir da für die Planung genug Zeit haben, die besten Ideen zu entwickeln“, meint Kollar, der in Kürze Verhandlungen mit der Mutter Teresa Vereinigung starten will, um ins Obergeschoss des Gasthauses betreubare Wohneinheiten zu integrieren.

Ein Abschied mit gemischten Gefühlen

Was allerdings jetzt schon feststeht, ist, dass das jetzige Gasthaus auch in Zukunft gastronomisch genutzt werden soll. „In welcher Form wissen wir noch nicht“, erklärt Kollar. „Ich hoffe, dass auch die Gastronomie berücksichtigt wird und die Kirchenstraße weiter ein beliebter Treffpunkt bleibt“, sagt Vize Bernhard Hirczy.

Für Kern wird es ein Abschied mit gemischten Gefühlen. „Auch wenn die Rahmenbedingungen für einen Wirten in den letzten Jahren nicht gerade leichter wurden, die Gäste werden mir fehlen, aber darauf kann ich mich ja jetzt ein Jahr genügend vorbereiten“, meint Kern.