Erstellt am 19. November 2014, 06:57

von Carina Ganster

1.400 Unterschriften für Schulerhalt. Mit Unterstützung von drei Gemeinden haben Eltern Unterstützungsunterschriften für die Schule in Neuhaus am Klausenbach beim Land eingereicht.

Unterschriften übergeben. Schüler, Eltern und Gemeindevertreter kämpfen um den Erhalt der Neuen Mittelschule Neuhaus am Klausenbach.  |  NOEN, Ganster

Schafft es die Neue Mittelschule Ende des Schuljahres 2015 nicht, über 80 Schüler zu haben, wird die Schule entweder eine Expositur der Neuen Mittelschule Jennersdorf oder im schlechtesten Fall 2016 ganz geschlossen.

Im Sommer haben Eltern, Lehrer und Gemeindevertreter heftig protestiert, weil der südlichsten NMS des Landes die Schließung wegen zu geringer Schülerzahlen drohte.

Ortschef: „Gesetz ändern oder Stichzahl senken“

Um ihrer Forderung mehr Nachdruck zu verleihen, wurden nun rund 1.400 Unterschriften für den Erhalt der Schule gesammelt. Ebenfalls haben Gemeinde- und Elternvertreter einen Brief an Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz gesendet, in dem sie auf die Wichtigkeit der Schule für die Region hinweisen.

Bürgermeister Helmut Sampt, selbst Landtagsabgeordneter hofft nun auch, dass ein vom Landtag beschlossenes Gesetz — Schließung von Schulen unter einer Mindestschülerzahl von 80 — geändert wird und wenn das nicht funktioniert „soll die Stichzahl 80 auf die Bevölkerungsdichte des äußersten Südens entsprechend angepasst werden“, heißt es in dem Eltern- und Gemeindebrief.

„Panik zu machen ist pädagogisch nicht wertvoll“

„Mit der Schließung würde eine ganze Region ausgehöhlt werden, weil Abwanderung die Konsequenz wäre“, ist Bürgermeister Helmut Sampt besorgt. Auf die angedachte Expositurlösung, die der ehemalige Landesschulratspräsident Gerhard Resch im Sommer zugesagt hat, will sich Sampt aus gutem Grund nicht verlassen.

Die Vorzeichen im Landesschulrat haben sich geändert, seit Heinz Josef Zitz Landesschulratspräsident ist. „Panik zu machen, wo keine ist, ist pädagogisch nicht wertvoll. Mit Beginn des nächsten Schuljahres werden wir wissen, wie die Schülerzahl ist und dann werden wir die pädagisch wertvollste Lösung für die Schule und die Schüler anstreben“, so Zitz.