Erstellt am 06. August 2014, 08:25

von Michael Pekovics

Neue Wohnräume für die beiden Städte. Stadt | Rund 200 neue Wohnungen für Oberwart und Pinkafeld. Ob OSG den Zuschlag für Pinkafeld erhält, entscheidet sich am Freitag.

Die Kaserne Oberwart ist im Vergleich zu jener in Pinkafeld (siehe Foto, 50.000 m²) relativ klein (7.200 m²) - dafür aber teurer. Ein Quadratmeter kostet rund 125 Euro, in Pinkafeld aber nur etwas mehr als 40 Euro.  |  NOEN, Google Maps
Mit einem Knalleffekt endete die Geschichte rund um die Nachnutzung der beiden Kasernen in Oberwart und Pinkafeld – das Land springt ein und unterstützt Stadt sowie private Investoren beim Kauf (siehe Seite 3).

Wobei im Fall Pinkafeld das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, die Angebotsfrist endet am Freitag: „Gibt es mehrere Angebote, werden die Bieter zu Verhandlungen eingeladen, wo der Meistbieter ermittelt wird. Bei nur einem Angebot wird direkt ein Vertrag geschlossen“, heißt es vom Verkäufer SIVBEG. Wie viele Gebote derzeit vorliegen, dürfe man nicht sagen. Der Kaufpreis des Areals beläuft sich auf 1,9 Millionen Euro.

In Oberwart hingegen ist der Verkauf an die OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) beziehungsweise an das Land und die Stadt zum Mindestpreis von 910.000 Euro fix. Die Aufteilung der Kosten dürfte folgendermaßen aussehen: OSG 455.000 Euro, Land und Stadt je 227.500 Euro.

Kommende Woche sollen die ersten Gespräche stattfinden, laut OSG-Chef Alfred Kollar sei das Areal perfekt für neue Wohnungen geeignet: „Das Grundstück liegt zentral, aber doch etwas abseits. Nach ersten Gesprächen gehen wir von rund 35 neuen Wohnungen im südwestlichen Bereich aus.“ Der Startschuss soll schon im kommenden Jahr fallen.

Für das Land könnte das Areal direkt neben der Bezirkshauptmannschaft interessant sein: „Für Parkplätze oder für die BH“, vermutet Kollar. Die denkmalgeschützten Gebäude werden vom Partner der Bietergemeinschaft, Pöll-Immobilien, übernommen und saniert.

Pinkafeld: Neuer Stadtteil entsteht

Sollte die OSG beziehungsweise die Bietergemeinschaft auch den Zuschlag für Pinkafeld erhalten, wird bis 2025 ein neuer Stadtteil in Pinkafeld entstehen. „Wir rechnen im Endausbau mit rund 100 neuen Wohnungen und circa 30 neuen Reihenhäusern“, sagt Pinkafeld Bürgermeister Kurt Maczek. Ebenfalls am Areal geplant ist der Bau eines neuen Feuerwehrhauses.

Im Gemeinderat stimmten ÖVP und FPÖ aber gegen das Projekt. „Weil viele Fragen noch offen sind“, wie Vize Friedrich Luisser (ÖVP) und Gemeinderat Peter Jauschowetz (FPÖ) betonen: „Fünf vor zwölf sollen wir mit dem Rücken zur Wand einer Bietergemeinschaft zustimmen? Sicher nicht!“ „Unverantwortlich“, sagt Maczek. „Die Pläne der OSG waren den Gemeinderäten seit Ende Juni bekannt.“

In Pinkafeld ist auch die Siedlungsgenossenschaft Neue Eisenstädter mit im Boot. Geschäftsführer Anton Mittelmeier: „Wegen der Ferienzeit fehlt zwar noch der Beschluss des Aufsichtsrates, aber ich gehe von der Zustimmung aus. Details über die Vorgangsweise müssen wir erst mit der OSG besprechen.“

Konkret ist aber bereits der Plan der Gemeinde Pinkafeld, am Areal das neue Feuerwehrhaus zu errichten. Anders als in Oberwart, wo laut Stadtchef Georg Rosner noch nicht klar ist, was die Gemeinde mit dem Grundstück machen will: „Es wäre aber fahrlässig gewesen, nicht mitzubieten. Außerdem erhalten wir 100.000 Euro mehr Bedarfszuweisungen.“

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