Erstellt am 11. November 2015, 10:23

von Carina Ganster

Raika-Filiale geschlossen: St. Martin kämpft um Bank. Nach Schließung mit Ende Oktober bemüht sich die Gemeinde um einen Tag Kundenbetreuung pro Woche.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Der heurige Weltspartag war der wohl letzte in der Raika-Filiale. Seit 31. Oktober hat die Bank, die es seit 1979 im Ort gibt, ihre Pforten geschlossen.

Lediglich ein Bankomat steht den Bürgern noch bis 31. Dezember zur Verfügung. Sollte dieser ausreichend genutzt werden, besteht die Möglichkeit, dass zumindest dieser in der Gemeinde erhalten bleibt.

Auch wenn es für die Wiedereröffnung der Bankstelle schlecht aussieht, versucht Bürgermeister Franz Josef Kern, weiterhin für „seine“ Bankstelle im Ort zu kämpfen. Ein Termin mit Raiffeisenbezirksbankdirektor Günther Hadl fand gestern, nach Redaktionsschluss, statt.

Ortschef will ein Mal pro Woche Betrieb

Der Grund, warum die Bank ihre Pforten schließen musste, liegt für den Ortschef allerdings auf der Hand. „Unsere Bevölkerung wird immer älter, die jungen Gemeindebürger pendeln entweder aus oder sind ohnehin mobil und Kunden auf einer Bank in Jennersdorf“, meint der Ortschef.

Bankdirektor Hadl will dem Gespräch mit Bürgermeister Kern nicht vorgreifen, sieht die Chancen auf eine Wiedereröffnung der Filiale aber eher klein. „Die Einhaltung des Vier-Augenprinzips und Sicherheitsaspekte veranlassten uns, die Bankaußenstelle zu schließen. Daran wird sich auch nichts ändern“, erklärt Hadl.

Für Kern wäre es schon eine Lösung, wenn die Bank einmal in der Woche besetzt bleibt. „So könnten wenigsten die bestehenden Kunden ihre Bankgeschäfte im Ort abwickeln“, hofft Kern auf eine Lösung.