Erstellt am 25. März 2015, 11:00

von Carina Ganster

Moor steht vor Abbau. Neuer Investor strebt Verarbeitung des Heilmoors zu Heilzwecken und Kosmetik an. Verhandlungen werden geführt.

 |  NOEN, Pekovics
Zwei Jahre ist es her, dass der größte Bodenschatz der Gemeinde – das Heilmoor – zuletzt vor einer Vermarktung und dem Verkauf zur Behandlung von entzündlichen Prozessen der Gelenke und des Bewegungsapparates stand. Immerhin ist das Moor in Rohr mit über 42 Hektar das größte im pannonischen Raum.

„Führen derzeit Gespräche mit Investor“

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„Nachdem der tschechische Investor aus finanziellen Gründen wieder abgesprungen ist, ist wieder Gras über die Sache gewachsen. Jetzt aber gibt es eine neuerliche Chance, das heilende Moor zu vermarkten“, sagt Hermann Ofner, Obmann des Vereins „rund ums moor“.

„Wir führen derzeit Gespräche mit einem möglichen Investor, der sich für Verarbeitung des Moors zu Heilzwecken und Kosmetik interessiert“, sagt Ofner, der allerdings noch nicht mehr dazu sagen will, zu groß sei die Angst, dass der Investor wieder abspringt.

Behördliche Bewilligung liegt bereits vor

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Die zum Abbau des Moors benötigten naturschutzrechtlichen und heilmittelrechtlichen Bewilligungen für den Abbau liegen bereits seit Jahren vor. Geht es nach der Gemeinde und dem Verein, könnte der Investor schon bald mit dem Abbau starten. „Die Verhandlungen sind sehr schwer und stocken immer wieder“, erklärt Ofner.

Nächster Schritt wäre dann Musterpackungen zu erstellen und eine Testphase zu starten, das könnte allerdings noch eine Zeit dauern. „Oberste Priorität hat jedoch weiterhin der Schutz der Natur rund um das Moor“, meint Projektleiter Jürgen Frank abschließend, alles andere wäre nur „eine positive Draufgabe“.

Auch die Idee mit einer Moorproduktionsstätte ist noch nicht ausgeträumt. „Sicherlich wäre das unser großer Zukunftswunsch. Davon sind wir aber noch kilometerweit entfernt“, sagt Frank.