Erstellt am 20. Januar 2016, 05:13

von Carina Ganster

S7: Bitte wieder warten. Gemeinden zittern um Bau. Während die Enteignungsverfahren laufen, sollen die Ausschreibungen erst im Herbst erfolgen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka/wodicka@aon.at
„Hätte der Bau der Schnellstraße S7 bereits begonnen, würde die Gemeinde Rudersdorf im heurigen Jahr um 70 Arbeitsplätze mehr habe“, sagt Bürgermeister Franz E. Tauss enttäuscht.

„Ständige Verzögerungen sind eine Katastrophe“

Eine Firma hat sich bereits die Option auf ein Grundstück entlang der geplanten Auffahrt zur Schnellstraße gesichert, sich dann aber aufgrund der neuerlichen Verzögerung gegen den Standort im Südburgenland entschieden.

„Für uns sind diese ständigen Verzögerungen eine Katastrophe. Wir wissen nicht mehr, was wir glauben können und auf was wir hoffen können“, meint Tauss.

Tatsächlich heißt es jetzt wieder „der Bau der S7 verzögert sich.“ In der vergangenen Woche gab es eine Besprechung mit den Verantwortlichen der Asfinag und Vertretern der Gemeinde, in der der Status quo zum Bau präsentiert wurden. Die Ergebnisse sind für die Gemeinde ernüchternd.

Baubeginn soll erst im Sommer 2017 sein

Aktuell erledigt der Oberste Gerichtshof bis zum Frühjahr die vorhandenen zusätzlichen Einwände zum UVP-Bescheid.

Bis Mitte des Jahres werden die Berufungen vom Steirischen Landesverwaltungsgericht aufgearbeitet. Frühestens im Herbst können die Ausschreibungen erfolgen, die bis zum Frühjahr 2017 überprüft werden. Ein Baubeginn ist dann laut Asfinag im Sommer 2017 vorgesehen.

Von Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher heißt es dazu: „Es ist, in Abhängigkeit der Verfahrenssituation und der Risikoabwägungen, sehr wohl geplant, Baumaßnahmen auch im Jahr 2016 umzusetzen. Die rechtliche Grundlage muss natürlich vorhanden sein.“

Aktuell keine Verzögerungen gibt es bei den sechs Enteignungsverfahren auf burgenländischer Seite, diese beginnen am 29. Jänner.