Erstellt am 03. Mai 2016, 13:04

von APA/Red

Schlepper und fünf Personen angehalten. Die Polizei hat am Dienstag Berichte, wonach sich in dem Zeltlager im ungarischen Körmend bereits Flüchtlinge befinden, bestätigt.

 |  NOEN, APA/Hans Klaus Techt
In der Nacht auf Dienstag wurde bei Grenzkontrollen in Heiligenkreuz ein Schlepper gefasst, der in einem Pkw mit fünf Afghanen unterwegs war, so der stellvertretende Landespolizeidirektor Hofrat Christian Stella.

Man vermute, dass die fünf Personen aus dem Lager in Körmend kämen und vom Schlepper ins Burgenland gebracht worden seien, so Stella. Die Polizei führt seit Anfang der Woche auch Kontrollen an den Grenzübergängen in Heiligenkreuz, Heiligenbrunn und Moschendorf durch. Das Bundesheer leistet mit je einer Kompanie im Nord- und im Südburgenland einen Assistenzeinsatz, um die Grüne Grenze zu überwachen. Man überlege den Einsatz einer weiteren Kompanie. Dies müsse noch mit dem Innenministerium abgesprochen werden, erläuterte Stella.

Aufstellung von Zäunen "ultima ratio"

Während die Kontrollen nun auch auf Teile des Südburgenlandes ausgedehnt wurden, bleibe die Aufstellung von Zäunen "ultima ratio", sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor. Nur, falls man mit dem Bundesheer nicht das Auslangen fände, "erst dann wird das angedacht". Die Vorbereitungen betreffend der Verträge mit den Grundeigentümern würden jedoch getroffen.

Falls Flüchtlinge an die Staatsgrenze kommen, werde festgestellt, ob sie rechtmäßig ins Bundesgebiet einreisen dürfen, sagte Stella. Wenn sie keinen Sichtvermerk und keine gültigen Ausweispapiere vorweisen könnten, würden sie abgewiesen. Sage jemand "Asyl", werde ein Asylverfahren eingeleitet. Die Betroffenen werden dann nach Eisenstadt oder Heiligenkreuz zur Erstbefragung gebracht.

Man habe Informationen, dass am Montag die ersten 30 bis 40 Personen im Lager in Körmend eingetroffen seien. "Wir warten jetzt einmal ab, wie sich die Lage entwickelt", so Stella. Zu den ungarischen Behörden gebe es sehr gute Kontakte.