Erstellt am 20. Mai 2015, 05:55

Uhudler ist gerettet. Geschützte Herkunftsangabe beschlossen: Minister und Landesrat präsentieren Lösung. Rodungsbescheide aber vorerst weiter aufrecht.

Der Uhudler soll ans Südburgenland gebunden werden.  |  NOEN, Ganster
Landesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP) erklärt das Uhudlerproblem für gelöst und den Anbau für nachhaltig gesichert.

„Unermüdlich für Lösung eingesetzt“

„Von vielen Seiten wurde die Forderung nach dem Schutz des Uhudlers an mich herangetragen. Ich habe mich daher in zahlreichen Gesprächs- und Besprechungsterminen unermüdlich für eine Lösung der derzeitigen Uhudlerproblematik eingesetzt. Nun ist es uns gelungen, den Anbau des Uhudlers nachhaltig zu sichern und den Uhudler mit einer geschützten Herkunftsangabe auszuzeichnen“, erklärt Liegenfeld.

Heute, Mittwoch, wird die Lösung durch Bundesminister Andrä Rupprechter, Burgenlands Weinbaupräsidenten Landesrat Andreas Liegenfeld und Österreichs Weinbaupräsidenten Johannes Schmuckenschlager vorgestellt.

Gesetzliche Änderung noch notwendig

Auch wenn der Uhudler als gerettet gilt, bedarf es in weiterer Folge einer gesetzlichen Änderung, um ihn aus der Illegalität zu führen, da er ab 2020 vor einem Produktionsverbot steht. Auch patentrechtlich soll der Uhudler geschützt werden, um den Anbau und auch den Namen auf das Südburgenland zu beschränken.

Mit den Anzeigen wegen illegaler Auspflanzungen und den sich daraus ergebenden Rodungsbescheiden befasst sich derzeit das Landesverwaltungsgericht.

„Die nächste Verhandlung ist Mitte Juni, bis dahin haben die Bescheide aufschiebende Wirkung“, erklärt Josef Pfeiffer, Obmann-Stellvertreter des Vereins Freunde des Uhudlers. Wie sich die erwartete Gesetzesänderung auf die Verfahren auswirkt, ist noch unklar. „Den Uhudler wird es weiterhin geben, das war das wichtigste Ziel, das haben wir erreicht“, freut sich Pfeiffer.

BVZ.at hatte berichtet: