Erstellt am 17. Februar 2016, 05:19

von Carina Ganster

Bezirk zieht mit. Gemeinden einigten sich in Arbeitssitzung auf die Gründung eines Tourismusverbandes. Details werden bis Juni geklärt.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Weil der Bezirk Jennersdorf der einzige im Burgenland ist, der noch keine Weichen zur Gründung eines neuen Tourismusverbandes gestellt hat, luden die Bürgermeister-Vertreter des Bezirkes Jennersdorf, Reinhard Knaus (SPÖ) und Willi Thomas (ÖVP), zu einer dringlichen Sitzung ein.

Gekommen sind alle ehemaligen Tourismusobmänner, mit Ausnahme des Rudersdorfers Markus Leitgeb, und der Tenor ist einhellig.

Harte Worte für Güssings Vertreter

„Die Gemeinden wollen den Weg gemeinsam mit der Stadt gehen und sich dem Jennersdorfer Tourismusverband anschließen, auch weil es laut dem neuen Gesetz gar nicht anders möglich ist, da keine Gemeinde alleine 50.000 Nächtigungen schafft“, erklärt Bürgermeister Willi Thomas, der auch scharfe Worte für die Tourismusvertreter aus dem Bezirk Güssing findet.

„Hätten die Güssinger den Gemeinden aus dem Bezirk Jennersdorf nicht den Sessel vor die Tür gestellt, gebe es jetzt einen Tourismusverband Uhudlerland, das ist, als würde ein Bräutigam seine Braut sitzen lassen“, meint Thomas.

Der ursprüngliche Plan, die Gemeinden des Bezirks Jennersdorf an den Tourismusverband Güssing anzubinden, ist nämlich im Herbst gescheitert. Bis Mai sollen die Sitzungen in den einzelnen Gemeinden stattfinden, im Mai soll die Neugründung dann dem Land mitgeteilt werden.

Konkret wird es dann einen Tourismus-Obmann und sieben Vorstandsmitglieder im Bezirk geben. Das Tourismusgesetz Burgenland besagt, dass die Übergangsbestimmungen mit Ende 2016 auslaufen. Das heißt, dass bis Ende Juni Anträge zur Gründung beziehungsweise zum Anschluss an einen bereits bestehenden „neuen“ Tourismusverband bei der Landesregierung eingereicht werden müssen.

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