Erstellt am 08. Juli 2015, 06:16

von Carina Ganster

Stillstand im Verband. Zukunft über die Gründung eines eigenen Bezirksverbands für Jennersdorf ist ungewiss. Derzeit prüft das Land die Möglichkeiten.

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Das Hickhack um die Gründung eines eigenen Tourismusverbandes Bezirk Jennersdorf geht weiter.

Wie die BVZ bereits berichtete, wollen sich die elf Gemeinden des Bezirks an den Tourismusverband Güssing anschließen und zu einem Tourismusverband Südburgenland verschmelzen. Seitens der Güssinger Touristiker gab es dafür keine Freudenschreie, gegründet wurde nämlich ein Verband ohne Jennersdorf:


Wie das neue Tourismusgesetz vorsieht, mussten sich auch im Bezirk Jennersdorf bis 30. Juni die einzelnen Ortsverbände auflösen. Die Auflösung der Ortsverbände wurde zwar vollzogen und die Willenserklärung dem Land übersendet. Trotzdem gilt es jetzt, einige Hürden zu überwinden.

„Ich hoffe, dass sich das Blatt doch noch wendet“

Die elf Gemeinden des Bezirks erfüllen grundsätzliche Definitionen des neuen Gesetzes nicht, um einen eigenen Verband zu gründen und zudem steht in der Erklärung, dass sich die elf Gemeinden des Bezirks an den Verband in Güssing anschließen wollen.

Dass damit der Verband in Güssing unter Druck gesetzt werden soll, verneint Matthias Mirth, der die Rolle des Verhandlers für die Region Jennersdorf übernommen hat, meint aber: „Ich hoffe, dass sich das Blatt doch noch wendet und wir mit Güssing eine Einigung erzielen. Wir wollen einen gemeinsamen Weg gehen, weil wir in vielen Bereichen jetzt schon Synergien nutzen“, meint Mirth.

Jetzt ist aber einmal das Land am Zug, das die Auflösung und den Vorschlag der Jennersdorfer Touristiker prüft. Sollte die Einigung mit Güssing nicht erfolgen, haben die Gemeinden die Möglichkeit, sich dem Verband der Stadt Jennersdorf anzuschließen.

„Wenn die Güssinger Tür zu ist, steht unsere offen“, meint Jennersdorfs Bürgermeister Willi Thomas. Bis 1. Jänner 2017, dann endet die Übergangsfrist des neuen Tourismusgesetzes, sind jetzt die einzelnen Ortsobmänner für die Agenden zuständig. Einen Bezirksobmann gibt es nämlich nicht.