Erstellt am 26. August 2015, 06:07

von Carina Ganster

Uhudler-Prinzessin wird gesucht. Christina Stukitz aus Hagensdorf wird ihre Krone abgeben. Interessierte können sich um Nachfolge bewerben.

2012 übergab Carina Schils das Amt der Uhudlerprinzessin an Christina Stukitz (l.) aus Hagensdorf.  |  NOEN, BVZ
Nach mehr als zwei Jahren endet die Amtszeit der amtierenden Uhudler-Prinzessin Christina I, die selbst begeisterte Jungwinzerin ist und im elterlichen Betrieb mitarbeitet.

Krönung erfolgt Anfang September

Aus diesem Grund sucht der Verein der Freunde des Uhudler eine würdige Nachfolgerin für dieses Amt. „Die neue Uhudler-Prinzessin soll zwischen 16 und 25 Jahre alt sein, aus dem Südburgenland kommen und einen Bezug zum Uhudler haben“, erklärt Harald Kaiser, Obmann des Verein Freunde des Uhudler.

„Als Botschafterin des fruchtigen Weingenusses warten auf sie Repräsentationsaufgaben bei Festen und diversen Anlässen“, sagt Obmann-Stellvertreter Josef Pfeiffer über die Aufgaben der künftigen Uhudler-Prinzessin.

Die Krönung der neuen Uhudler-Prinzessin erfolgt Anfang September im Rahmen des Uhudler Kellerviertelfest in Eltendorf, dass von 4. bis 9. September am Hochkogl stattfindet.

Interessierte junge Damen können sich noch bis zum 28. August im Büro des Uhudlervereins anmelden ( 03324/ 6318 oder office@uhudlerverein.at. Die erste Uhudler-Prinzessin übrigens war Evelyn I., Evelyn Kaiser, aus Hagensdorf.


Antrittsbesuch in Güssing

Landespolitik | FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig informierte sich vor Ort auch über den Uhudler.

x  |  NOEN, zVg/FB


BEZIRK GÜSSING | Vergangene Woche besuchte der für Wirtschaft und Tourismus zuständige FPÖ-Landesrat Alexander Petschnig auf seiner Kennenlern-Tour durch das Land den Bezirk Güssing. Neben Gesprächen bei Unternehmen aus den Bereichen alternative Energien und Lebensmitteltechnik traf Petschnig auch Tourismusverantwortliche der Region.

„Klarer Tenor war, dass der Uhudler als unverwechselbare Marke und identitätsstiftendes Genussmittel unbedingt erhalten bleiben muss. Den Umweg über die Bezeichnung `Obstwein´ will absolut niemand“, so der Landesrat. „„Ich werde die unlängst aufgelegte Unterschriftenliste selbstverständlich auch in meinem Bekanntenkreis herumreichen und spätestens im Zuge des ,Uhudler-Sturmfestes´ im Kellerviertel Heiligenbrunn am 26. September weitere Schritte mit den Betroffenen beraten.“
 

Wein: Frage der Reife

Vor der Weinlese | Winzer warten auf idealen Zeitpunkt für Start der Weinlese. Erwartet wird eine gute Qualität allerdings mit wenig Ertrag.

x  |  NOEN, zVg


REGION | Der richtige Zeitpunkt für die Weinlese ist mitentscheidend für die Qualität. Das wissen die Winzer, die nach dem heißen Sommer mit einem vorgezogenen Weinlesestart rechnen (mehr dazu siehe die dieswöchige BVZ, S. 8).

Reifemessungen als Hilfestellung für Planung

Eine Hilfestellung für die Planung der Weinernte bieten die Reifemessungen durch das Bundesamt für Weinbau (BAWB) in Eisenstadt. Nach Auslaufen der EU-Förderung wird das Projekt von der Landesregierung finanziert, gab Agrarlandesrätin Verena Dunst bekannt. „Dabei können auch pflanzenhygienische Probleme erkannt und behandelt werden“, erklärt Herbert Krenn vom Bundesamt.

Vor allem in Jahren wie dem heurigen mit lang anhaltender und extremer Hitze komme der Beobachtung der Reifesituation große Bedeutung zu, so der Experte. Die Ergebnisse werden wöchentlich aktualisiert im Internet veröffentlicht.

Bis zur Trockenheit ist 2015 ein perfekter Jahrgang

Im Zuge von Routinebegehungen des BAWB seien in den Weinbaufluren der Region auch virusbefallene Zonen festgestellt worden, berichtete Krenn. „Die unkontrollierte Ausbreitung dieser bis dato nur punktförmig aufgetretenen Infektionen kann zu Ernteeinbußen und Schäden führen, daher sollen das Ausmaß und die Situierung dieser Weinbauflächen im Detail verfolgt und kartiert werden“.

Bis zum Beginn der Trockenheit sei für 2015 ein nahezu perfekter Jahrgang zu erwarten gewesen. Der trockene Sommer hat die heimischen Winzer jedoch auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Durch die Hitze sei die Reife weit fortgeschritten, durch die Trockenheit sei sie zum Stillstand gekommen. Gerade noch rechtzeitig vor der Lese hat sich jetzt der langersehnte Regen eingestellt.
 

Weinlese 2015 - Das sagen die Winzer:

Thomas Straka, Winzer in Rechnitz (Foto links): „Die Qualität ist gut, durch den Hagel haben wir aber Verluste von 30 bis 50 Prozent.“

Thomas Schreiner, Obmann Weinidylle: „Aus heutiger Sicht erwarten wir uns eine recht passable Weinlese, die Anzeichen sind gut. Menge und Qualität dürften passen, sofern wir in den kommenden beiden Wochen nicht vom Wetter beeinträchtigt werden. Die meisten Winzer werden wohl zwischen dem 10. und 20. September beginnen.“

Markus Faulhammer, Winzer in Deutsch Schützen: „In Dt. Schützen und Eisenberg hat der Hagel im Mai bis zu 30 Prozent zerstört, für die Qualität spielt das keine Rolle. Generell erwarten wir weniger Menge, dafür aber einen qualitativ hochwertigen Wein.“

Franz Wachter, Winzer und Bürgermeister in Deutsch Schützen: „Wenig Ausbeute, weil der Fruchtanteil wegen der Hitzeperioden relativ hoch ist. Wir werden heuer sicher früher ernten als in den Vorjahren. Wichtig ist, dass die Säurestruktur in den Trauben passt. Ich bin aber zuversichtlich, dass das Wetter in den kommenden Tagen passen wird – tagsüber warm, kühl in der Nacht. Das ist wichtig für Charakter und Mineralisierung der Trauben.“

Josef Pfeiffer, Obmannstellvertreter des Uhudlervereins: „Wir haben mit der Lese noch nicht begonnen, erwarten heuer aber eine sehr gute Qualität, die ähnlich zu den vergangenen Jahren sein dürfte. Anfang September beginnen wir mit dem Sturm, die eigentliche Lese wird dann um den 20. September herum beginnen.“