Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:22

von Carina Ganster

Uhudler vor Rettung: Obstwein vom Tisch?. Weil die Delaware-Pflanzen zulässig sind, müssen alle Rebflächen neu erhoben werden. Thema Obstwein scheint vom Tisch.

Der Uhudler soll ans Südburgenland gebunden werden.  |  NOEN, Ganster

Die Delaware Traube soll den Uhudler retten, das steht seit dem letzten Runden Tisch fest (

, siehe auch Link weiter unten). Jetzt gibt es auch in Sachen Rodungsbescheide Neuigkeiten.

Beschwerdeverfahren laufen noch

Das Landesverwaltungsgericht bestätigte zwar die von der Bezirkshauptmannschaft verhängten Strafen wegen der verbotenen Neuauspflanzung von Ripatella-Rebstöcken und die entsprechenden Rodungsaufträge, muss aber hinsichtlich der von EU-Auspflanzungsverbot nicht erfassten Delaware Trauben alle Rebflächen neu überprüfen.

Hinsichtlich Delaware laufen noch Beschwerdeverfahren, die Sorte ist ja eigentlich vom EU-Auspflanzungsverbot nicht erfasst. Es wird daher derzeit geprüft, ob die Weingärten solche Delaware Pflanzen ausgepflanzt haben, was strafbar wäre – jedoch wäre eine Rodung (im Gegensatz zu Ripatella) nicht erforderlich.

Erhebungen dauern mehrere Monate

„Die Erhebungen können einige Monate in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Weinbau muss in den kommenden Wochen alle Rebflächen neu erheben und überprüfen. Zwei Fälle, wo Winzer Einwendungen bezüglich der ausgepflanzten Sorten gemacht haben gibt es aktuell, weitere könnten noch folgen“, erklärt Manfred Grauszer, Präsident des Landesverwaltungsgerichts.

Das Bundesamt für Weinbau überprüft derzeit auch noch, ob andere Sorten, die Kreuzungen mit Edelweinen sind, zulässig sind. Die Aufnahme derer in die burgenländische Weinbauverordnung soll demnächst folgen.

Vom Tisch scheint jedenfalls das Thema Obstwein zu sein. „Das Gericht hat auch näher ausgeführt, warum das bloße Deklarieren des Uhudlers als Obstwein nicht dazu führen würde, sein Auspflanzen als europarechtskonform zu betrachten“, erklärt Grauszer.

BVZ.at hatte berichtet: