Erstellt am 01. Juli 2015, 05:41

von Michael Pekovics

Einbahn: Polizei straft, SPÖ will Beschluss. Umwandlung der Hauptstraße in Einbahn soll in Sitzung am Donnerstag beschlossen werden. ÖVP ist weiter dagegen.

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Die bei einer Anrainerversammlung präsentierte Verkehrslösung für die Hauptstraße (

) steht bereits diese Woche auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung (Donnerstag, 20 Uhr).

Das Thema wird zuvor noch in einer Stadtratssitzung (nach Redaktionsschluss) besprochen, seitens der ÖVP gibt es weiter Widerstand gegen das und Kritik am Projekt.

„Meiner Meinung nach ist das ein Schnellschuss, für mich macht diese Einbahn keinen Sinn“, sagt Stadtrat Michael Hoffmann.

Seine Argumente: „Weder wurde ein zweites mögliches Projekt richtig ausgearbeitet, noch die Auswirkungen des sich verändernden Verkehrsflusses auf Wohnstraßen wie die Gartengasse, die künftig am meist befahrene Straße Güssings, bedacht“, so der VP-Stadtrat kämpferisch: „Meine Stimme werden sie nicht kriegen.“

Polizei achtet aktuell verstärkt auf Parksünder

Wie berichtet wurde bei der Anrainerversammlung eine Einbahnlösung für die Hauptstraße ab der Volksschule stadteinwärts als beste Lösung präsentiert – unter anderem deshalb, weil 45 Parkplätze entstehen und die Einbahn Voraussetzung für die Neugestaltung des Molkereibergs ist, dessen Kosten das Land übernehmen würde.

„Ðeshalb die rasche Sitzung vor dem Sommer, damit wir die Fristen einhalten können“, sagt SPÖ-Stadtrat Alfred Brenner, der für eine „Probephase“ plädiert: „Schauen wir uns das einmal ein Jahr an und wenn es nicht funktioniert dann können wir ja alles rückgängig machen.“ Stadtdchef Vinzenz Knor war telefonisch nicht erreichbar.

In der Stadt war zuletzt eine höhere Polizeipräsenz spürbar, die Beamten verteilten im Zuge ihrer Streifen auch einige Strafmandate an die vielen Falschparker. Damit soll das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die Problematik verstärkt werden. „Wenn Kinder die Straßenseite wechseln müssen, weil alles verparkt ist, dann müssen wir etwas tun“, so ein Beamter im Gespräch mit der BVZ.

Als zweiter Punkt wird die weitere Vorgangsweise bezüglich Aktivpark behandelt – von einer (unwahrscheinlichen) Einigung bis zu einer schärferen Gangart ist alles möglich.