Jennersdorf

Erstellt am 27. Juli 2016, 06:04

von Carina Ganster

Jennersdorf: Laute Rufe nach Umfahrung. Verkehrslawine rollt durch die Innenstadt. Provisorische „Notumfahrung“ ist wegen Brückenbau bis Mitte September gesperrt.

Verkehrslawine: In Jennersdorf wird der Ruf nach einer Umfahrung laut.  |  NOEN, www.BilderBox.com

Der Jennersdorfer Baustellensommer hat es ordentlich in sich. Der Bau einer neuen Brücke über den Lahngraben sorgt für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Innenstadt.

Bürgermeister Willi Thomas spricht sogar davon, dass sich das Verkehrsaufkommen seit Start der Baustelle in der Innenstadt verdreifacht hat. Der Bau der neuen Brücke wurde aber zwingend notwendig, „da das Wasser nicht mehr abgeführt wurde“, erklärt Thomas.

„Wir brauchen auch eine Lösung, um den kompletten Durchzugsverkehr aus der Stadt rauszubringen.“

Bürgermeister Willi Thomas

Weil die „Notumfahrung“ auch für Lkw gesperrt ist, rollen täglich mehrere Tonnen durch die Jennersdorfer Innenstadt. „Die Verkehrssituation ist aktuell noch schwieriger wie ohnehin schon. Die Anrainer und auch Geschäftsleute in der Innenstadt leiden massiv unter dem starken Verkehrsaufkommen“, schlägt Thomas Alarm.

In Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt hat sich die Gemeinde jetzt bemüht, Verkehrszählungen durchzuführen, um der Behörde und auch dem Land die angespannte Situation zu veranschaulichen.

„Wir sehen jetzt, wie es verkehrstechnisch ohne Notumfahrung in Jennersdorf zugehen würde. Aber längerfristig gedacht reicht diese Notumfahrung für Lkw nicht mehr. Wir brauchen auch eine Lösung, um den kompletten Durchzugsverkehr aus der Stadt rauszubringen“, hofft Thomas doch noch auf den Bau der lang geforderten Umfahrung in Jennersdorf.

Die Brückenbaustelle dauert noch bis mindestens Mitte September, dann können Lkws wieder die Notumfahrungsstraße passieren.