Jennersdorf

Update am 25. Oktober 2016, 17:51

von Michael Pekovics

S7-Bau: Jetzt geht´s los!. Landeshauptmann Hans Niessl gab gemeinsam mit Verkehrslandesrat Helmut Bieler am Dienstag bekannt, dass einem Bau der S7 nichts mehr im Weg steht.

Spatenstich der hohen Politik im Juni 2015. Knapp zwei Jahre später geht es tatsächlich los.  |  Bgld Landesmedienservice

„Die UVP Bescheide für beide Abschnitte sind rechtskräftig, es besteht keine Einspruchsmöglichkeit mehr. Einer raschen Umsetzung steht jetzt nichts mehr im Weg“, so Niessl und Bieler unisono. Baustart ist im Frühjahr, die Fertigstellung ist für 2022/23 vorgesehen.

Bieler: „Baustart ist Zukunftschance für ganze Region“

Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße ist im Bauprogramm der ASFiNAG unter den drei wichtigsten Neubauprojekten Österreichs. Drei Wochen nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes (BVwG) über den Abschnitt Ost der S7 Fürstenfelder Schnellstraße, liegt nun auch das Erkenntnis für den Abschnitt West vor. Die Beschwerde gegen den UVP-Bescheid wurde abgewiesen.

Landeshauptmann Hans Niessl: „Nach jahrelangem Warten aufgrund von Einsprüchen kann nun ohne weitere Verzögerung mit der Umsetzung dieses wichtigen Projektes gestartet werden.“

Straßenbaulandesrat Helmut Bieler: „Der Baustart der Schnellstraße ist eine Zukunftschance für eine ganze Region. Ein absolut notwendiges Projekt für die positive Weiterentwicklung der Region Südburgenland und die Entlastung der verkehrsgeplagten Anrainer. Die Verlagerung des bestehenden hohen Verkehrsaufkommens auf die S7 wird wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität entlang der Ortsdurchfahrten beitragen.“

Unisono: „Wir stehen hinter diesem Projekt“

Der 14,8 Kilometer lange Westabschnitt der S7 beginnt beim Knoten Riegersdorf bei Ilz und endet in Dobersdorf im Burgenland. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt betragen rund 471 Millionen Euro. Der Abschnitt Ost führt 13,5 Kilometer von Dobersdorf an die ungarische Grenze bei Heiligenkreuz. Anschließend wird von Ungarn die Autobahn M8 errichtet. Die Kosten für den Ost-Abschnitt der S7 betragen rund 145 Millionen Euro.

„Wir stehen hinter diesem Projekt, denn eine intakte, gut ausgebaute Infrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Burgenland und somit für Beschäftigung und Wohlstand im Südburgenland von großer Bedeutung. Weiters wollen wir den Anrainern die Verkehrslawine, mit der sie täglich konfrontiert sind, nicht länger zumuten“, so Landesrat Bieler und Landeshauptmann Niessl abschließend.

Laut ASFiNAG werden jetzt die Ausschreibungen für die Baulose finalisiert und - wie vorgesehen - im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten an der so wichtigen Verbindung von der Oststeiermark an die ungarische Grenze begonnen. Die ASFiNAG investiert in diese Verbindung etwa 630 Millionen Euro. Die Fertigstellung der gesamten S7 ist für 2022/2023 vorgesehen.

Grüner Spitzmüller bleibt beim Nein zur S7

Nach dem grünen Licht des Bundesverwaltungsgerichtshofs fallen die Reaktionen der burgenländischen Parteien unterschiedlich aus.

ÖVP-Pendlersprecher Bernhard Hirczy pocht auf einen raschen Bau sowie auf die Fertigstellung bis 2019. Der Grüne LAbg. Wolfgang Spitzmüller bleibt hingegen beim Nein zur S7. Er fordert stattdessen mehr öffentlichen Verkehr.