Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Vorsicht bei Ablösen. S7 / Die Landwirtschaftskammer bat Eigentümer, die Grundstücke an der zukünftigen Trasse haben, zu einer Informationsveranstaltung.

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Von Carina Ganster

REGION / Werner Augustin aus Königsdorf ist einer der zahlreichen Grundstückseigentümer an der zukünftigen Trasse der umstrittenen Schnellstraße S7. Gemeinsam mit 20 anderen Eigentümern war er in der vergangenen Woche bei einer Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer zum Thema Grundstücksablösen. Während der Baubeginn der S7 weiterhin in der Warteschleife hängt, gehen die Arbeiten im Hintergrund weiter. Derzeit verhandelt die Asfinag, der Bauträger, mit Grundstückseigentümern die Übernahme. Dabei ist laut Augustin aber besondere Vorsicht geboten. „Wir wurden darüber informiert, dass die Asfinag in den kommenden Monaten auf uns zukommen wird und uns einen Vertrag vorlegt, wo die Übernahme der Gründe besiegelt wird. Die Kammer hat uns darüber aufgeklärt, dass wir die Verträge genau durchsehen und auch prüfen lassen sollen“, erzählt Augustin, der dem Projekt S7 skeptisch gegenübersteht. „Diese Trasse ist eine Katastrophe, weil sie genau durch das Wasserschongebiet geht“, meint Augustin.

Enteignungsverfahren als letzten Ausweg 

Augustin wird den Vertrag aber trotzdem unterschreiben, weil er keine andere Wahl hat, wie er selbst sagt: „Wenn die Eigentümer nicht einverstanden sind, dann gibt es ein Enteignungsverfahren und da hat man keine Chance. Noch dazu ist das ein Verfahren, dass schnell abgeschlossen wird.“