Erstellt am 24. Juni 2015, 06:06

von Carina Ganster

Vossen: Standort für Zukunft gerüstet. Frottierwarenhersteller Vossen und Linz Textil AG blicken in die Zukunft. Asien als wichtigster Exportmarkt.

Weg aus der Krise. Die Vossen-Geschäftsführer Werner Blohmann (l.) und Paul Mohr (r.) mit Dionys Lehner (m.), Generaldirektor der Linz Textil AG, zogen zehn Jahre nach der Pleite Resümee und gaben einen positiven Ausblick in die Zukunft des Frottierwarenherstellers.  |  NOEN, Ganster
Ende 1996 ging die alte Vossen-Firma in Konkurs. Das Land gründete eine Auffanggesellschaft mit einigen Finanzinvestoren.

Die Linz Textil war zunächst nur mit einem kleinen Anteil an Bord. Die Beteiligung wurde schrittweise aufgestockt. Seit 2005 ist Linz Textil Alleineigentümer. Seitdem ist viel passiert.

Investitionen in den Standort und in die Qualität der Produkte, ein Marketingkonzept sowie eine hochmotivierte Mannschaft haben aus Vossen wieder einen Vorzeigebetrieb gemacht. „Vor allem die langfristige Entscheidungspolitik der Linz Textil AG hat dazu geführt, dass Vossen den Weg aus der Krise meistern konnte.

Umsatzplus von drei Prozent erwartet

„Ohne dem Engagement von Linz Textil wäre die Marke sicher Richtung Asien verkauft worden und der Standort geschlossen worden“, ist Werner Blohmann, Vossen-Geschäftsführer überzeugt. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und man rechnet auch in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von mindestens drei Prozent sowie einem angemessenen positiven Ergebnis.

Die Erfolgsfaktoren für die positive Entwicklung sieht Paul Mohr, Geschäftsführer für den Bereich Marketing Vertrieb, vor allem im Markenauftritt, in der Anpassung der Produkte an neue Märkte sowie der Reinvestitionspolitik von Linz Textil. Vossen hat derzeit 263 Mitarbeiter - 145 in Jennersdorf, 88 in Szentgotthard und 30 in Deutschland.

„Wir investieren rund eineinhalb Millionen pro Jahr in den Standort und den Markt“, erklärt Blohmann. Große Veränderungen am Standort Jennersdorf sind nicht geplant. „Der Standort ist abgesichert. Vossen erlebt das erfolgreichste Geschäftsjahr nach dem Konkurs“, sagt Dionys Lehner.