Erstellt am 26. März 2014, 00:00

von Carina Ganster

VS Rohrbrunn muss zusperren. Volksschule Rohrbrunn ringt um Zukunft. Entscheidung fällt bis zum Sommer. Landesschulrat rechnet mit Schließung – Ortschef ist sich der Situation bewusst.

Mentorinnen mit ihren Mentees in einer Volksschule. Foto: zVg von Mag.a Dr.in Susanne Binder  |  NOEN, zVg von Mag.a Dr.in Susanne Binder
Jedes Jahr zittern Direktoren, Lehrer, Eltern und Schüler von Kleinstschulen um den Erhalt ihrer Schule. Während im vergangenen Jahr die Volksschule Dobersdorf aufgrund zu geringer Schülerzahlen zusperren musste, trifft es heuer die Volksschule Rohrbrunn, derzeit sind nur acht Schüler angemeldet.
Auch im Landesschulrat rechnet man mit der Schließung der Volksschule Rohrbrunn, verweist jedoch auf die endgültige Entscheidungsgewalt durch das Land. „Nach aktuellem Stand müsste Rohrbrunn geschlossen werden, weil zu wenig Kinder angemeldet sind. Die letzte Entscheidung liegt aber beim Land“, meint Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Entscheidung fällt bis zu den Sommerferien


Das Land ist derzeit dabei, die Schülerzahlen der einzelnen Schulen zu erheben. Das Verfahren soll vor den Ferien abgeschlossen sein. Dann gibt es eine endgültige Entscheidung in Rohrbrunn. Um die Eltern aber bereits rechtzeitig zu informieren, lud Bürgermeister Erwin Hafner in der vergangenen Woche zu einer Infoveranstaltung ein.
„Es gibt nichts daran zu rütteln, dass die Schule geschlossen wird. Retten könnten die Schule nur mehr Zuzüge in der Gemeinde. Sowohl für Eltern, Kinder, Lehrer als auch die Ortsbevölkerung ist es jetzt wichtig, mit der Entscheidung richtig umzugehen. Wir können uns nicht gegen Gesetze stimmen, um die Schließung aufzuhalten. Die Dorfgemeinschaft wird dadurch hoffentlich nicht leiden und auch die Kinder, die bislang in Rohrbrunn in die Schule gegangen sind, werden im kommenden Jahr auch in einer anderen Schule gut versorgt sein“, erklärt Hafner.

Eine Elterninitiative wie in Dobersdorf gibt es laut Bürgermeister Hafner nicht. „Die Eltern haben bei der Infoveranstaltung relativ viel Verständnis gezeigt. Ich hoffe, dass wir durch unseren frühen Informationsfluss, böses Blut abwenden konnten. Wir müssen der Tatsache einfach ins Auge sehen, nur das ist realistisch“, meint der Ortschef.