Erstellt am 04. Juni 2014, 09:42

von Carina Ganster

Wirbel um Kredit. Gemeinderat | Ortschef hat Stellungnahme an Aufsichtsbehörde des Landes abgeschickt. Opposition fordert schnelle Aufklärung.

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Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung war der im Jahr 2008 aufgenommene Fremdwährungskredit (743.000 Euro) der Wirtschaftsförderungsgesellschaft wieder einmal Streitthema zwischen der Opposition und Ortschef Willi Thomas. Wie die BVZ bereits berichtete, haben SPÖ-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder und Grünen-Stadtrat Robert Necker eine Aufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Willi Thomas beim Land eingereicht, weil sie sich über die Kreditdetails unausreichend informiert fühlen.

Die von der Aufsichtsbeschwerde eingeforderte Stellungnahme hat der Ortschef mittlerweile abgeschickt. „Über Details gebe ich aber keine Auskunft, da handelt es sich um vertrauliche Details“, sagt Thomas. Eine Antwort habe er bislang noch nicht erhalten.

"Unterlagen sind zudem unvollständig und widersprüchlich"

Die Opposition spricht weiter von einem Spekulationsgeschäft und fordert schnelle Aufklärung.  „Uns wurden wieder nicht alle Unterlagen vorgelegt, um dieses Geschäft beurteilen zu können. Die präsentierten Unterlagen sind zudem unvollständig und widersprüchlich“, kritisierte Gemeinderat Rudolf Dujmovits.

„Der Franken-Kredit hat der Stadt bisher eine Zinsersparnis von 68.000 Euro gebracht“, ist Bürgermeister Wilhelm Thomas überzeugt. „Pro Jahr ist der Zinsvorteil auf etwa 400 Euro geschmolzen. Dafür lohnt es sich nicht, das hohe Risiko dieses Spekulationsgeschäftes einzugehen“, meint Dujmovits.

Grüne und SPÖ fordern nun, die Kreditdetails dem Gemeinderat vorzulegen, um endlich Licht ins Dunkel der „Kredit-Causa“ zu bringen.