Haarige Zeiten kommen in den nächsten Wochen und Monaten auf die Bewohner der nordburgenländischen Passionsspielgemeinde St. Margarethen zu. Denn ab sofort, so steht es in den örtlichen Pfarrnachrichten, sollen sich nahezu alle männlichen Darsteller Bärte und Haare wachsen lassen. Premiere für das Spiel rund um das Leben und Sterben Jesu Christi im Römersteinbruch ist am 12. Juni. Die Proben dafür starten heute, Montag, heißt es von den Verantwortlichen.
Alle fünf Jahre wird St. Margarethen zum Dorf der Bärte. Denn alle fünf Jahre gibt es die Passionsspiele und somit auch die Aufforderung, sich auch äußerlich an die Zeit Jesu anzupassen und früh genug mit der "Zucht" der Haarpracht am Kopf und im Gesicht zu beginnen.
2011 feiern die Passionsspiele im Römersteinbruch ihr 50. Jubiläum. Gespielt wird allerdings bereits seit 1926. Damals traf man sich im Bauernhof eines St. Margaretheners. In den Jahren 1933, 1936, 1946 und 1956 wurde im Pfarrgemeindehaus, im heutigen "Haus Bethanien", gespielt. Dort wird am Montag auch der Probenstartschuss für all jene fallen, die eine Sprechrolle haben.
Den Segen von Bischof Ägidius Zsifkovics sowie von Generalvikar und Pfarrer von St. Margarethen, Georg Lang, haben die Laiendarsteller bereits am 21. November im Rahmen einer Messe erhalten. In der Pfarrkirche wurde den Passionsspielern außerdem auch das neue Textbuch von Regisseur Robert Herzl überreicht.
Im kommenden Jahr werden rund 600 Menschen bei den Passionsspielen mitwirken. Der Lohn für deren Arbeit sind traditionell pro Vorstellung "ein Kracherl und ein Salzstangerl". Der Reinerlös der Spiele geht an kirchliche bzw. soziale Einrichtungen.
"Haariger" Probenstart der Passionsspiele St. Margarethen

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