Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

140 Schwerfahrzeuge wirbeln viel Staub auf. VERKEHRSZÄHLUNG / Pöttsching und Zillingtal setzen sich gemeinsam gegen das vermehrte Verkehrsaufkommen zur Wehr.

Geldsache. Bürgermeister Herbert Gelbmann will die Lkws nicht.  |  NOEN
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VON HELGA OSTERMAYER

PÖTTSCHING / Die Gemeinden Pöttsching und Zillingtal taten sich zusammen und ließen vom Kuratorium für Verkehrssicherheit eine Auswertung über den Schwerverkehr auf den Straßen der beiden Gemeinden erstellen. Diese brachte zutage, dass an einem einzigen Tag rund 140 Lastkraftwagen, die ihren Ziel- und Quellverkehr nicht in den Gemeinden haben, die Durchzugsstraßen passieren.

Die Zählung wurde an der Kreuzung nach Zillingtal mittels Seitenradar durchgeführt. „Die Fahrzeuge wurden auch angehalten und um ihr Fahrziel gefragt“, weiß Bürgermeister Herbert Gelbmann. Die Pöttschinger haben das subjektive Gefühl, dass sich zu viel Lkw-Verkehr auf den Straßen abwickelt. „Speziell im Sommer, wenn die Menschen draußen sitzen, merkt man den starken Lkw-Verkehr“, berichtet Bürgermeister Herbert Gelbmann über die Beweggründe für die Auswertung. „Wir sind der Meinung, dass dieser Verkehr in unseren Ortschaften nichts verloren hat. Wir Pöttschinger wollen, dass die Lkws auf höherwertigen Straßen unterwegs sind, denn dort gehören sie hin“, so der Ortschef. Die Lkws fahren, laut Gelbmann, das Lager vom Lebensmitteldiskonter Lidl an, der seinen Standort zwischen Müllendorf und Steinbrunn hat. Er kennt auch den Grund für dieses Verkehrsaufkommen: „Hier geht es rein ums Geld. Es wird so die Straßenmaut für die Schnellstraße gespart.“ Der vermehrte Lkw-Verkehr ist nicht nur eine enorme Lärmbelästigung für die Bürger, er wirbelt auch, besonders im Winter, viel Feinstaub auf und beeinträchtigt die Sicherheit der Fußgänger.

Gemeinsam gegen das  Verkehrsaufkommen

„Wir werden uns mit dem Bürgermeister von Zillingtal, Johann Fellinger, zusammensetzen und gemeinsam unsere Möglichkeiten gegen dieses Verkehrsaufkommen, das nicht auf unsere Straßen gehört, ausloten“, verspricht Bürgermeister Herbert Gelbmann, der sein Ziel verrät: „Wir streben ein Durchfahrtsverbot des Schwerverkehrs an, auf der B53 gibt es das bereits. Natürlich ist es schwieriger, dies umzusetzen, weil zwei Bezirkshauptmannschaften dabei involviert sind.“