Erstellt am 22. Januar 2014, 23:59

von Richard Vogler

370.000 Euro fehlen: Banker geständig. Für Bankangestellten aus dem Bezirk Mattersburg klickten die Handschellen. Er ist „im Wesentlichen geständig.“

Von Richard Vogler

MATTERSBURG / Am Montag der Vorwoche klickten für einen Bankangestellten im Bezirk Mattersburg die Handschellen, seit 14. Jänner sitzt er in Untersuchungshaft. Was ihm vorgeworfen wird? „Es geht um Untreuehandlungen. Die Schadenssumme beträgt 370.000 Euro“, berichtet Staatsanwältin Magdalena Wehofer, die auch festhält, dass der Verdächtige „im Wesentlichen geständig ist.“

Kunden werden entsprechend entschädigt

Der Filialleiter der betroffenen Bankstelle verwies auf die Zentrale in Wien, diese nahm Stellung: Nach Unregelmäßigkeiten bei Wertpapiertransaktionen habe man umgehend die interne Revision und die Behörden informiert.

„Wir arbeiten derzeit intensiv an der Feststellung dieser Unregelmäßigkeiten. Bei Vorliegen unrechtmäßiger Transaktionen werden wir die Kunden entsprechend entschädigen. Nähere Angaben können wir derzeit leider aus ermittlungstechnischen Gründen nicht machen. Wir kooperieren in vollem Umfang mit den ermittelnden Behörden und sind sehr an einer raschen Aufklärung interessiert“, so Georgia Schütz (BAWAG P.S.K., Konzernpressestelle), um weiter festzuhalten: „Darüber hinaus prüfen wir auch rechtliche Schritte gegen den Mitarbeiter selbst.“

Ob mit „entsprechend entschädigen“ die volle Summe des Verlustes bei den Kunden gemeint sei, wollte man nicht beantworten.

Innerhalb der Bevölkerung – der Mitarbeiter arbeitet schon viele Jahre beim Bankinstitut – zeigt man sich überrascht. Der Mann galt als sehr hilfsbereit. Ob das Geld in die eigene Tasche geflossen ist oder ob sich der Mann bei Wertpapiergeschäften einfach verspekuliert hat, werden die Ermittlungen ergeben.

Lesen Sie zum Thema auch den aktuellen Kommentar von Richard Vogler aus der Mattersburger BVZ: