Erstellt am 19. August 2015, 08:55

von Richard Vogler

40 Jahre Firmentreue. Das Urgestein des Unternehmens, der Zemendorfer Josef Rathknecht, trat im Jahre 1975 als Lehrling in die Firma ein.

Josef Rathknecht ( Mitte) lud die Belegschaft anlässlich seiner 40-jährigen Firmentreue am Freitag zum Spanferkel-Essen ein. Im Bild: Die Senior-Chefs Pepi und Lilo Resch, Jubilar Josef Rathknecht sowie die Junior-Chefs Robert Resch und Julia Resch-Wrenkh (oben).  |  NOEN, Richard Vogler

Ein und dieselbe Firma ein ganzes Arbeitsleben lang stellt heutzutage die Ausnahme dar. Einer, der dieses „Kunststück“ bislang zusammengebracht hat, ist der Zemendorfer Josef Rathknecht. „Ich wollte nicht mehr zur Schule gehen und der Entschluss, eine Lehre zu ergreifen, stand bald fest“, berichtet Rathknecht. Der ursprüngliche Berufsplan – jener des Zimmerers – wurde bald verworfen und am 14. Juli 1975 trat er in die „Dachdeckerei Resch“ ein.

Damals war das Unternehmen noch ein Drei-Mann-Betrieb und sein erster Chef war Josef Resch senior. Seine Erinnerungen an die Anfangsjahre? „Damals war die Technologie noch nicht so entwickelt wie heute, es gab nur Ziegeldächer und viel Mörtelarbeit. Heutzutage steckt viel mehr Technologie dahinter“, erzählt der 55-Jährige. Nach den Lehrjahren folgten diverse produktbezogene Weiterbildungen und Rathknecht entwickelte sich zu einem Spezialisten für anspruchsvolle Deckungen sowie für Eternit-Deckungen.
 

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Zahlreiche Lehrlinge wurden von Rathknecht ausgebildet, weiters war er als Vertreter der Arbeitnehmer Beisitzender bei Gesellenprüfungen. Ob er nie in Erwägung gezogen hat, die Firma oder den Berufszweig zu wechseln? „Nein. Ich bin einst wie ein Sohn in der Firma aufgenommen worden und es hat ja alles zumeist gepasst. Warum sollte ich mir da etwas anderes suchen?“

Das Handwerk des Dachdeckers ist ein Beruf, der viel körperliche Strapazen abverlangt. „Klar gibt es, wenn man 40 Jahre diesen Job ausübt, Abnützungserscheinungen. Dies ist jedoch auch in vielen anderen Branchen auch der Fall.“ Die Liebe zum Job gab er auch seinem Sohn weiter – dieser trat in seine Fußstapfen, startete ebenso die Lehre bei der Dachdeckerei Resch.

Josef „Pepi“ Resch – er übergab den Betrieb bereits an Sohn Robert Resch – begleitete Rathknecht als Firmenchef eine lange Zeit. „Wenn jemand 40 lange Jahre einem Unternehmen die Treue hält, ist das ein seltenes Ereignis. Sepperl war ein besonders williger, guter Lehrbub. Er war stets für die Firma da und sehr loyal gegenüber dem Chef. Von ihm hörte man nie ein böses Wort“, erzählt „Pepi“ Resch.