Erstellt am 27. Januar 2016, 04:53

von Richard Vogler

50 Millionen für die Schnellstraße S4. Eine aus Beton bestehende Mittelleit-Trennung soll die Sicherheit der Schnellstraße erhöhen. Die Fertigstellung des Projektes ist für das Jahr 2020 geplant.

In der Kritik. Zwischen 2009 und 2010 gab es bereits Bauarbeiten um rund 20 Millionen Euro auf der S4 - sehr zum Unmut von Grün-Abgeordneten Wolfgang Spitzmüller. Foto: Vogler  |  NOEN, Vogler
Im Jahre 2013 wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt – 2020 soll das 50 Millionen Euro-Projekt umgesetzt sein: Die Erhöhung der Verkehrssicherheit der S4 (Schnellstraße zwischen Mattersburg und Wiener Neustadt).

Wie aus den Projektunterlagen hervorgeht, ist der Kernpunkt des umfangreichen Bauprojektes (Strecke Knoten Mattersburg bis Wiener Neustadt Süd) eine Beton-Mitteltrennung der beiden Fahrbahnrichtungen, um Frontalkollisionen zu vermeiden.

Baubeginn ist für 2019 geplant

Der Zeitplan wurde wie folgt festgelegt: Die Vergabe der Planungsleistungen sollen bis April 2016 abgeschlossen sein, von April bis Juli 2016 ist unter anderem die Abstimmung mit den Gemeinden und der Bezirkshauptmannschaft geplant, die Bescheide sollen im November 2017 vorliegen, der Baubeginn soll 2019 und die Freigabe 2020 erfolgen.

Das aktuelle Projekt, um die Sicherheit bei der S4 zu erhöhen, ist nicht das erste in den letzten Jahren. Bereits zwischen 2009 und 2010 gab es umfangreiche Bauarbeiten um rund 20 Millionen Euro. Eine Konstellation, die Kritik von Landtagsabgeordneten Wolfgang Spitzmüller hervorruft, der von einem „Millionengrab“ spricht.

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„Es kann davon ausgegangen werden, dass vor wenigen Jahren der gesamte Straßenoberbau wie Entwässerungen, Asphalt, Markierungen oder auch Mittelreflektoren neu errichtet wurde – vermutlich muss das alles jetzt wieder abgetragen und vollkommen neu errichtet werden! Das ist Geldverschwendung in Reinkultur! Das Geld sollte besser in den öffentliche Verkehr investiert werden“, so Spitzmüller.

Auf Anfrage der BVZ bestätigt die ASFINAG, dass das geplante Projekt auch umgesetzt wird. „Aufgrund der Schwere der Unfälle und der Häufung von seitlichen Abkommensunfällen – im Vergleich zu gesamt Österreich gab es 2005 auf der S 4 ein Plus von rund 164 Prozent – wird dieser Sicherheitsausbau in zwei Stufen realisiert“, berichtet Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH.

Laut Kienreich wurden in den Jahren 2009 und 2010 Sofortmaßnahmen umgesetzt. Dabei wurden die Verbreiterung des Fahrbahnbanketts, die Aufrüstung mit Rückstrahlern im Bereich der Doppelsperrlinie sowie die Erneuerung der Beschilderung, der Umbau der Fahrbahnentwässerung sowie die Instandsetzung der Fahrbahndecke auf rund 16 Kilometern umgesetzt.

„Im zweiten Schritt wird die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer – dort, wo diese noch nicht realisiert wurde – durch eine Mitteltrennung zusätzlich verbessert. Daher wird dieser Ausbau gemeinsam mit der tiefgreifenden Generalsanierung des mittlerweile 30 Jahre alten Straßenabschnittes im Jahr 2019 in Angriff genommen“, hält Kienreich abschließend fest.