Erstellt am 06. März 2013, 00:00

707 Unterschriften für Zuganbindung. Bahnhof Baumgarten / Die Aktionsgruppe „Öffentlicher Verkehr“ Schattendorf möchte die Fahrplanänderungen der ÖBB rückgängig machen.

SCHATTENDORF / Die Aktionsgruppe „Öffentlicher Verkehr“ Schattendorf übergibt am Dienstag dieser Woche (nach Redaktionsschluss) 707 gesammelte Unterschriften an den Vorstand der Raaberbahn AG in Wulkaprodersdorf. Mit der Unterschriftenaktion möchten die Schattendorfer die seit Dezember 2012 vorgenommenen Änderungen des Zugfahrplanes rückgängig machen.

„Wir haben in Schattendorf sehr viele Pendler und es kann nicht sein, dass diese benachteiligt werden“, so Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter zum neuen Fahrplan der ÖBB. Der Unmut sei seit der Einführung des neuen Fahrplanes bei den Betroffenen sehr groß. Im Konkreten ist es wochentags ab 12.45 Uhr nicht mehr möglich, direkt und daher in rund einer Stunde Wien zu erreichen. Umgekehrt besteht am Vormittag keine direkte Zugverbindung mehr von Wien nach Baumgarten. Dies ist laut der Aktionsgruppe für die Pendler und Fahrgäste ein unhaltbarer Zustand. Daher wurde eine Unterschriften-Aktion mit der Forderung nach Einführung eines Bedarfshaltes im betreffenden Bahnhof gestartet, die auf breite Resonanz stieß.

„Am Dienstag, dem 5. März, wird die Aktionsgruppe „Öffentlicher Verkehr“ mit dem Schattendorfer Bürgermeister Johann Lotter an der Spitze über 700 gesammelte Unterstützer-Unterschriften an Dr. Csaba Székely, Vorstandsmitglied der Raab Ödenburger-Ebenfurter Eisenbahn AG, in Wulkaprodersdorf übergeben“, heißt es in einer Presseaussendung der Aktionsgruppe.

Unterschriften an  Verantwortliche senden

Die Unterschriften sollen auch an das ÖBB Regionalmanagement Ost, den Verkehrskoordinator des Landes, an die Konzernsprecherin der ÖBB und an die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft der ÖBB, in digitaler Form übermittelt werden. Die Aktionsgruppe hofft auf klärende Gespräche mit den Verantwortlichen und eine akzeptable Lösung.

Ein weiterer Kritikpunkt der Aktionsgruppe ist der Umstand, dass die Bevölkerung im Vorfeld nicht darüber informiert wurde. „Wir haben viele Pendler, die nun zusätzliche Privatfahrten, längere Fahrzeiten und Umwege in Kauf nehmen müssen. Das kostet Zeit und Geld. Gerade jetzt, wo den Menschen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erleichtert werden soll, ist diese Situation untragbar und widerspricht den gesellschaftlichen und politischen Anliegen. Wir hoffen, mit dieser Aktion den Verantwortlichen die Bedeutung einer regelmäßigen Zugsanbindung für unsere Gemeinde klar machen zu können und werden uns weiter vehement dafür einsetzen, dass unsere Forderung nach einem Bedarfshalt umgesetzt wird“, so Johann Lotter. Die Aktionsgruppe möchte den alten Zustand wieder herstellen und falls es nötig ist weitere Aktivitäten dafür setzen.