Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Ab September 34 Cent Gebühr nach Ungarn. AUSGENOMMEN / Einwohner von Schattendorf, Loipersbach, Draßburg, Baumgarten und Agendorf sind vom Beitrag befreit.

Hochfrequentiert. Besonders in den Stoßzeiten am Morgen und am Abend ist die Ödenburgerstraße in Schattendorf stark befahren.  |  NOEN
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VON KATHARINA TSCHÜRTZ

SCHATTENDORF / Nach Gesprächen mit dem Schattendorfer Bürgermeister Johann Lotter wurde von der Gemeinde Agendorf eine Straßenbenutzungsgebühr von 34 Cent pro Fahrt für die Benützung der Verbindungsstraße zwischen Schattendorf und Agendorf festgelegt. Eingehoben wird die Gebühr ab 1. September.

Für die Bewohner der Grenzgemeinden Schattendorf, Loipersbach, Draßburg, Baumgarten und Agendorf gibt es die Möglichkeit, eine Sonderbewilligung für die Benützung von der Gemeinde zu erhalten, die sie von der Gebühr befreit.

Der Grund für diese Maßnahme ist der desolate Zustand der Fahrbahn auf Agendorfer Seite. Der ungarischen Gemeinde fehlen die finanziellen Mittel, um die in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahn wieder auf Vordermann zu bringen.

Als erster Schritt wurde ein Fahrverbot für LKWs über 3,5 Tonnen verhängt. Weiters ist geplant, eine Höhenbeschränkung für Fahrzeuge über zwei Meter einzuführen. „Wir werden einen Schranken vor der Ortseinfahrt aufstellen und einen Mitarbeiter aufnehmen, der ab 1. September Kontrollen durchführt. Den Schranken passieren darf jeder, der eine Erlaubnis dafür hat oder eine Straßengebühr von 100 Forint (zur Zeit 34 Cent) bezahlt“, so Agendorfs Bürgermeister Istvan Gaal.

Der Verkehr zwischen den beiden Nachbargemeinden Schattendorf und Agendorf boomt. Geöffnet wurde die Straße vor zirka einem Jahr. Die beiden Verkehrszählungen, die die Gemeinde Schattendorf durchführen ließ, ergaben, dass unter der Woche zwischen 1300 und 1600 Autos und am Wochenende täglich an die 200 bis 400 Fahrzeuge die Straße benutzen.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Klubobmann Christian Illedits will die Bürgermeister der vom zunehmenden Grenzverkehr zwischen dem ungarischen Agendorf und dem Bezirk Mattersburg betroffenen Gemeinden an einen Tisch bringen, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. „Ziel muss eine deutliche Reduktion des Verkehrs und eine Entlastung der Bevölkerung in allen Anrainergemeinden sein“, so Christian Illedits.