Erstellt am 07. Mai 2016, 05:34

von Judith Jandrinitsch

Abgesagt: Keine Strudel mehr. Die SPÖ Bad Sauerbrunn hat sich schweren Herzens dazu entschlossen, dass das beliebte Fest heuer nicht stattfinden wird.

Da war die Welt noch in Ordnung: Julia Schütz und Roland Fürst mit einer Auswahl appetitlicher Strudelvariationen. Foto: zVg  |  NOEN, unknownzVg
Es war ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender der Kurgemeinde der letzten Jahre: das Strudelfest der SPÖ. Gemeinderätin Julia Schütz, SPÖ, bekräftigt, dass es sich die Partei mit ihrer Entscheidung nicht leicht gemacht hat.

Doch das Risiko vom „Bündnis der Gastronomie Österreichs“ angezeigt zu werden, ist der Partei letztendlich zu hoch gewesen.

„Partei will ein Zeichen setzen“

„Wir haben verschiedene Rechtsmeinungen eingeholt“, sagt Schütz. „Doch solange wir uns in einer so nebulosen Grauzone bewegen, wollen wir das Fest einfach nicht mehr veranstalten“.

Außerdem wollte die „Partei ein Zeichen setzen, dass die Anzeigen des Bündnisses die Vereinskultur in der bis jetzt gelebten Form existenziell bedrohen“, so Schütz.

In die selbe Kerbe schlägt auch der stellvertretende Ortsparteivorsitzende Roland Fürst. „Ich glaube nicht, dass Anzeigen den Wirten verloren gegangene Gäste zurückbringen, im Gegenteil. Durch solche Aktionen verscherzen es sich die Wirte mit den Konsumenten eher“, glaubt Fürst. „Ich kenne niemanden, der aufgrund der Anzeigen lieber ins Wirtshaus geht.“

Er steht voll hinter diesem „Zeichen der Solidarität“ gegenüber den anderen Vereinen. Ob das Fest nächstes Jahr stattfinden wird, muss die SPÖ erst entscheiden.