Erstellt am 09. Juli 2014, 06:56

von Richard Vogler

Absage an Begegnungszone. Mattersburger Innenstadtunternehmer und Bürgermeisterin Ingrid Salamon sprachen sich bei der Präsentation in der Bauermühle gegen eine Begegnungszone aus.

Andreas Neukirchen arbeitete das Verkehrskonzept aus. Foto: Bürger  |  NOEN, Bürger
Nachdem die Stadtgemeinde bereits zu einigen Gretzlgesprächen bezüglich des Verkehrskonzeptes geladen hatte, stand am Montag die Präsentation der Pläne für die Mitglieder des Einkaufstreffpunktes (Verein der Innenstadtunternehmer am Programm). Hauptthema dabei war natürlich die geplanten verkehrstechnischen Maßnahmen für das Stadtzentrum.

Bereits im Vorfeld Diskussionen

Für viel Diskussionsstoff sorgte im Vorfeld der Plan, eine oder mehrere Begegnungszonen zu verwirklichen. Verschiedene Varianten waren angedacht - in der Gustav Degengasse, der Judengasse und im Bereich Kreuzung Judengasse Michael-KochStraße.

Diese Maßnahme wird aller Voraussicht nach jedoch nicht kommen. „Ich bin dagegen. Die Sicherheit der Kinder ist dabei nicht gewährleistet“, startete Marlies Wograndl mit den Wortmeldungen und auch Gaby Glatter hielt fest, dass sie eine Begegnungszone nicht befürwortet.

Klaus Kert, Vorstandsmitglied des Einkaufstreffpunktes, vertrat den Standpunkt, dass „man damit eine Straße verkehrsberuhigen würde, die bereits beruhigt ist.“ Auch Bürgermeisterin Ingrid Salamon, die bereits bei den Gretzlgesprächen ihre Ablehnung gegen eine Begegnungszone durchblicken ließ, erläuterte ihren Standpunkt: „Wir würden in Mattersburg etwas schaffen, was bereits vorhanden ist.“

3.566 Fahrzeuge pro Tag in der Bahnstraße

Bezüglich des Verkehrsaufkommens wurden interessante Zahlen präsentiert: Die von Autos am stärksten frequentierte Straße in Mattersburg ist die Bahnstraße mit durchschnittlich 3.566 Fahrzeugen pro Tag, beim Einbahnstück in der Hochstraße sind es 1.800 und in der Hirtengasse in Fahrtrichtung Bahn wurden 1.200 im Schnitt gezählt.


Verkehrskonzept

  • Das Grobkonzept für die neue Verkehrsordnung in Mattersburg wurde am 12. Mai im Florianihof präsentiert.

  • Dabei wurden die Grundzüge der geplanten Neuerungen präsentiert: Radwege vom erweiterten Zentrum in die Innenstadt, Begegnungszone(n) für das Zentrum und vermehrt Einbahnen. Es wurde dabei und auch im Nachhinein betont, dass dies Grobpläne seien, man die Bevölkerung einbinden will und deren Vorschläge sowie Anregungen (wenn möglich) in das Konzept einfließen lassen will.

  • Die Grundzüge einer Begegnungszone: Eine 20 Stundenkilometer-Beschränkung, die Begegnungszone soll maximal 50 Meter betragen, durch den Verzicht auf Auto-Abstellplätze die Sicht verbessert werden. Um weiteres Parkangebot zu haben, müssen hingegen im Umfeld auch Abstellplätze für Autos geschaffen werden.

  • Andreas Neukirchen arbeitete das Verkehrskonzept aus.