Erstellt am 21. Januar 2015, 07:38

von Richard Vogler

Ärger nach Unfall bei Arena in Mattersburg. Freitag vergangener Woche crashte es auf der S4 bei der Arena. Eine Verkehrslösung ist seit mehr als fünf Jahren überfällig, ein konkretes Ergebnis gibt es noch nicht.

 |  NOEN, Vogler

Freitagnachmittag vergangener Woche, gegen 16 Uhr: Der tägliche Stau auf der Schnellstraße in Richtung Kreisverkehr bei der Arena, dieses Mal mit Folgen: Ein Pkw kann nicht bremsen, crasht in den sich davor befindlichen Wagen und auch ein weiterer Autofahrer ist in den Auffahrunfall verwickelt.


Der Unfall ging glimpflich aus, es blieb beim Sachschaden. Für Peter Pregl von der „Liste Zukunft Mattersburg“ war dies jedoch absehbar, der ehemalige Freiheitliche reagiert dementsprechend verärgert: „Wir machen im Gemeinderat immer wieder auf dieses Problem aufmerksam, bislang ist nichts geschehen. Die Straße ist total überlastet.“ Und auch ÖVP-Vize Michael Ulrich fordert, dass „endlich eine Lösung auf den Tisch gehört.“ Michael Unger von den Mattersburger Grünen sieht das Problem etwas anders: „Der Kreisverkehr ist für diese Menge an Fahrzeugen einfach viel zu klein. Dieses Konzept dort ist überhaupt eine Fehlplanung.“

Verkehrslösung weiterhin überfällig

Was vor allem Ärger bereitet, ist die die bereits überfällige Verkehrslösung. Der zweite Arena-Abschnitt (dort, wo sich das Cineplexx-Kino befindet), wurde Ende 2009 eröffnet. Arena-Betreiber Werner Gruber hätte eine Verkehrslösung – sprich eine Unter- oder Überführung – umsetzen sollen, bislang ist jedoch noch nichts geschehen. Die Folge? Immer wieder queren Fußgänger den für sie verbotenen Weg beim Kreisverkehr über die Schnellstraße und es kommt zu gefährlichen Situationen.

Im Dezember 2013 kam es auch zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen Autos beteiligt waren – Personen wurden dabei nicht verletzt. Fakt ist, dass es seit 2010 Gespräche gibt, eine Lösung für die Verkehrsproblematik gibt es jedoch nicht. Zunächst war angedacht, die Schnell- in eine Landesstraße umzuwandeln. Womit der Weg frei für eine weitere Variante gewesen wäre: Eine eigene Ausfahrt von Abschnitt zwei (dort, wo sich das Cineplexx-Kino befindet) mit einer Querungshilfe für Fußgänger beim Kreisverkehr. Die Verhandlungen von Land mit der ASFINAG (die Schnellstraße steht im Besitz des Bundes) scheiterten jedoch stets. Nach den zwei Verkehrsunfällen im Dezember 2013 gab es einen Tag später einen runden Tisch mit SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon, Vertreter der ASFINAG, der Raumordnung sowie der Straßenbauabteilung. Danach sprach man von einem „konstruktiven Gespräch und positiven Signalen.“ SPÖ-Bürgermeisterin Ingrid Salamon berichtet nun von einer Zusammenkunft im Dezember und verweist auf das Land Burgenland.

Peter Zinggl, Leiter der Raumordnung, kann nicht von konkreten Ergebnissen berichten: „Es stehen mehrere Varianten in Aussicht. Wir stehen zur Zeit in Abschlussverhandlung für die Endvorschläge der einzelnen Änderungsmöglichkeiten.“ Verkehrslandesrat Helmut Bieler wie auch Arena-Betreiber Werner Gruber waren für ein Statement nicht erreichbar.