Erstellt am 02. Januar 2013, 00:00

Ärger wegen Fahrplan. Aktionsgruppe / Schattendorfer sammeln Unterschriften, um die Verbindung von Baumgarten nach Wien nach Änderung zu verbessern.

Fahrplanänderungen. Einige Pendler aus Schattendorf haben eine Aktionsgruppe gegründet und sammeln Unterschriften um die Verbindung von Baumgarten nach Wien nach der Änderung des Fahrplanes zu verbessern.  |  NOEN
Von Katharina Tschürtz

BAUMGARTEN/SCHATTENDORF /  Seit Anfang Dezember gibt es einen neuen Fahrplan der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB), der laut einigen Schattendorfern „eine massive Verschlechterung der Zugsverbindung von Baumgarten nach Wien-Meidling“ bedeutet.

„Es ist wochentags ab 12.45 Uhr nicht mehr möglich, direkt und daher in rund einer Stunde Wien zu erreichen. Umgekehrt besteht am Vormittag keine direkte Zugsverbindung mehr von Wien nach Baumgarten“, so Susanne Schmid aus Schattendorf. Gemeinsam mit einigen Pendlern und dem Schattendorfer Bürgermeister Johann Lotter wurde die Aktionsgruppe „Öffentlicher Verkehr Schattendorf“ gegründet und kurz vor Weihnachten eine Unterschriftenaktion gestartet, um diese Situation zu verbessern. „Wir wollen die Änderung, die für uns eine massive Verschlechterung bedeutet, nicht hinnehmen und sammeln deshalb Unterschriften. Wir verstehen nicht, wo das Problem ist. Warum die Züge am Bahnhof Baumgarten-Schattendorf keine zwei Minuten stehen bleiben können. Es sollte zumindest ein Bedarfshalt möglich sein“, meint Susanne Schmid.

Fahrgäste müssen auf Draßburg ausweichen 

Die betroffenen Fahrgäste müssten auf den Bahnhof in Draßburg ausweichen. „Die Schattendorfer müssen mit dem Dorfschattl oder dem Privatauto nach Draßburg fahren“, so Schattendorfs Ortschef Johann Lotter, der hinzufügt: „Wir haben in Schattendorf sehr viele Pendler und es kann nicht sein, dass diese benachteiligt werden.“ Er selbst habe bereits über 100 Unterschriften gesammelt.

Die Aktionsgruppe möchte die zuständigen Stellen einladen, um über die Situation zu diskutieren. „Im Vorfeld haben einige von uns bereits Beschwerdemails geschickt“, so Susanne Schmid.

Die BVZ fragte bei der ÖBB nach: „Es wurden frequenzschwache Verbindungen auf das Wochenende verlagert. Die Leistungen sind jedoch gleich geblieben. Diese Änderung wurde mit dem Land und dem Verkehrsverbund abgesprochen“, so Pressesprecher Christopher Seif. „Wir versuchen natürlich auf Kundenwünsche einzugehen. Bislang gab es noch keine Beschwerden“, so Pressesprecherin Sarah Nettel.