Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

Ärger wegen Grenzverkehr. UNMUT /  Den Anrainern bei der Verbindungsstraße von Schattendorf nach Agendorf missfällt das starke Verkehrsaufkommen.

ÖVP-Gemeinderat Herbert Schefberger: „Für die Anrainer ist das Verkehrsaufkommen ein Horror, deswegen streben wir eine Entlastungsmöglichkeit an.“  |  NOEN
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VON KATHARINA TSCHÜRTZ

SCHATTENDORF / Bei der letzten Gemeinderatssitzung in Schattendorf brachte die ÖVP Ortspartei den Antrag ein, bei der Verbindungsstraße in Richtung Agendorf eine Verkehrszählung durchzuführen. „Für die Anrainer ist das Verkehrsaufkommen ein Horror, deswegen streben wir eine Entlastungsmöglichkeit an“, so ÖVP-Gemeinderat Herbert Schefberger.

Eine Anrainerin klagt: „Es beginnt um halb 4 Uhr morgens und geht bis 11 oder 12 Uhr nachts. Vor allem der Hin- und Rückreiseverkehr ist besonders schlimm. Wenn ich um halb sieben unsere Garage aufsperre, fahren zehn Autos vorbei und bis ich wieder zusperre, sind es weitere sechs. Was mich wundert ist, dass Autos mit Eisenstädter Kennzeichen und mit Eisenstadt Umgebung Kennzeichen die Straße benutzen. Die könnten doch genauso gut über Klingenbach fahren. Auch Autos aus Neunkirchen und Mödling sehe ich öfters. Anscheinend kommen sie von überall her. Am schlimmsten ist es aber im Sommer und bei Fußballmatches oder Begräbnissen. Ich frage mich manchmal, warum ich im Dorf lebe, da hätte ich auch gleich in die Stadt ziehen können.“

„Ich bin froh, dass wir die  Grenze geöffnet haben“

Auch Paul Lampl wohnt im Bereich der Verbindungsstraße nach Agendorf. Der unmittelbare Anrainer steht der Sache jedoch positiv gegenüber: „Der Verkehr ist zwar eindeutig mehr geworden, aber damit haben wir auch gerechnet. Ich bin froh, dass wir die Grenze geöffnet haben. Wenn irgendwo eine Siedlung gebaut wird, entsteht auch mehr Verkehr, das gehört nun mal dazu.“

Die ÖVP-Schattendorf hat sich bereits Gedanken über Entlastungsmöglichkeiten in dem Bereich gemacht: „Eine Möglichkeit wäre, die Straße von Agendorf zwischen Schattendorf und Loipersbach oder die Wiener Neustädter Bundesstraße zwischen Schattendorf und Baumgarten in Richtung Ödenburg zu asphaltieren.“

Schattendorfs Bürgermeister Alfred Grafl steht zur derzeitigen Verbindungsstraße: „Straßen sind dazu da, um befahren zu werden. Die Straße nach Agendorf fördert die Beziehung zu unseren unmittelbaren Nachbarn. Wir haben zur Verkehrsberuhigung eine Tonnagebeschränkung gemacht. Natürlich stehen wir sinnvollen Entlastungsmöglichkeiten positiv gegenüber, aber diese können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Eine Verkehrszählung werden wir voraussichtlich im Frühjahr durchführen.“