Erstellt am 12. November 2014, 06:32

von Clemens Ivanschitz

Ärger wegen voller Schulbusse. Nach dem Ärger der Vorwoche mit der ÖBB gibt es nun Unmut wegen Buslinie der Stadtwerke nach Wiener Neustadt.

Kein Platz in den Zügen und Bussen. Der Ärger über die jahrelange Problematik nimmt immer mehr zu.  |  NOEN, Franz Baldauf (Franz Baldauf)

Rund um den Personentransfer ist in Bad Sauerbrunn weiterhin keine Ruhe eingekehrt. Wie die BVZ bereits in der vergangenen Woche berichtete, gab es Probleme mit den Personenwagons der Bundesbahnen. Da diese komplett überfüllt waren, mussten einige Kinder von ihren Eltern zur Schule gebracht werden, was natürlich große Empörung auslöste.

„Es ist schon öfters vorgekommen, dass sich der
Bus einbremsen musste und stehende Kinder
dabei umgefallen sind“
schilderte uns ein betroffener Schüleraus Bad Sauerbrunn.

Nun geht es weiter: In den Bussen Richtung Wiener Neustadt gehören Platzprobleme zum Alltag, und dies schon seit geraumer Zeit - verständlicher Weise platzt bereits einigen Eltern der Kragen. „Mein Sohn geht seit sechs Jahren in die Schule und schon damals gab es diese Problematik.

Darum wollten wir den Bus auch vermeiden und haben den für uns umständlicheren Weg mit den Zug gewählt“, so Andreas Föger, Vater eines betroffenen Schülers, der um 7 Uhr morgens vom Kurort nach Wiener Neustädt fährt. „Im Bus sind immer zu viele Leute drinnen und Sitzplätze Mangelware.

Ein ärgerlicher Umstand“, so ein weiterer Vater, dessen Sohn in Wiener Neustadt die Schule besucht. Laut einer Sauerbrunner Mutter ist die Situation an der letzten der drei Ortshaltestellen unerträglich.

Erst in Neudörfl sei wieder ein Lichtblick zu sehen, denn dort steigen viele Schüler der Spothauptschule aus. Die Kinder und Jugendlichen sind in diesem Fall natürlich die Hauptbetroffenen und müssen sich täglich mit diesen unbefriedigenden Bedingungen auseinandersetzen.

Gefährliche Situationen für Schüler

Wie ein Bad Sauerbrunner Junge berichtet, sei es dabei sogar schon zu gefährlichen Situationen gekommen: „Es ist keine Seltenheit, dass die Haltestelle beim Waldcafe übersehen wird und der Chauffeur den Bus einbremsen muss. Stehende Kinder sind dabei öfters umgefallen.“ Zu den Vorwürfen in der Vorwoche nimmt die ÖBB Stellung: „Dieser Zug wird planmäßig aus zwei Triebwagen gebildet.

Wie die meisten Züge dieser Strecke fahren wir in enger Kooperation mit der GySEV. Leider konnten im gegenständlichen Fall seitens GySEV nur ein Triebwagen gestellt werden.“ Der Sauerbrunner Steuerberater Gernot Engel gibt sich damit aber nicht zufrieden: „Ich erwarte mir als Steuerzahler die angemessene Leistung und die notwendigen Reaktionen.“ Von Seiten der Stadtwerke gab es bis zum Redaktionsschluss keine Stellungnahme.