Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:03

von Michael Kremser

Ärztezentrum im Einkaufsareal?. Laut Medienberichten soll im neugeplanten Teil der Mattersburger Arena ein Ärztezentrum entstehen – Innenstadt-Ärzte sind indes am Gehen.

Auch in der Peripherie soll künftig medizinische Versorgung gegeben sein. Foto: Symbol/Wodicka  |  NOEN, Symbolfoto/Erwin Wodicka - erwin.wodicka@gm
Im vergangenen Jahr wurde viel rund um das Einkaufszentrum in der Mattersburger Peripherie diskutiert – vor allem die Besuchersicherung mittels Ampelregelung war immer wieder ein Thema ( ).

„Es soll eine adäquate Vielfalt gegeben sein“

Nun macht der Betreiber, Werner Gruber, mit einem weiteren (Fort-)Schritt auf sich aufmerksam.

Wie bereits bekannt, soll das Areal ausgebaut und erweitert werden (wie schon berichtet). Das neue Geschäftsgelände soll aber nicht nur Handelsunternehmen beherbergen, sondern auch, laut Medienberichten, ein „kleines“ Gesundheitszentrum darstellen.

„Es soll eine adäquate Vielfalt im Einzugsgebiet gegeben sein, dazu gehört natürlich auch medizinische Versorgung“, so der Geländebetreiber.

Ein Vorhaben, mit dem Gruber nicht nur auf offene Ohren stößt, denn wie nach internen Recherchen zu erfahren war, ist solch ein Vorhaben vor allem der Burgenländischen Ärztekammer ein Dorn im Auge – diese möchte primär selbst über solche Zentren entscheiden, und kann das Eingreifen privater Unternehmer in dieser Weise gar nicht gutheißen.

Auch innerstädtische Änderungen im Kommen

Im Zentrum selbst sieht man sich indes wohl mit einem anderen Problem konfrontiert: Schon vor einigen Jahren war der Posten des Gemeindearztes ausgeschrieben – damals hieß es, dass die zugelassenen Allgemeinmedizinerinnen Ingrid Grafl und Antonia Forstik nicht in Frage kämen, weil man auf der Suche nach einem Berufseinsteiger sei, der das Amt temporär länger übernehmen könne.

Daraufhin wurde Katrin Zukovits-Wurm mit eben diesem Amt bestückt – diese wiederum interessiert sich nun allerdings für eine Krankenkassenanstellung in Rohrbach.

Von Seiten der Gemeinde wollte man nicht viel dazu kommentieren: „Wir haben davon gehört, dass ein Interesse seitens der amtierenden Gemeindeärztin bestehe, einen örtlichen Wechsel zu vollziehen, jedoch haben wir noch keine Bestätigung hierfür“, weiß Ortschefin Ingrid Salamon zu berichten.

Vizebürgermeister Michael Ulrich kritisiert, dass nicht schon im Vorhinein ein(e) langfristig etablierte(r) Allgemeinmediziner das Amt übernahm. Die aktuelle Gemeindeärztin war bis Redaktionsschluss leider für eine Stellungnahme nicht erreichbar.