Erstellt am 12. November 2014, 05:02

von Helga Ostermayer

Aktion gegen Pendlerverkehr. SPÖ-Funktionäre verteilten an die Autofahrer Flugblätter. Weitere Initiativen, um das Verkehrsaufkommen einzudämmen, sind angedacht.

Protestaktion. SPÖ-Funktionäre aus Schattendorf, Baumgarten, Draßburg und Loipersbach forderten die Autofahrer auf, höherrangige Straßen zu benutzen.  |  NOEN, Helga Ostermayer

35 SPÖ-Funktionäre, darunter Baumgartens Bürgermeister Kurt Fischer, der Bürgermeister von Draßburg Rudolf Ivancsits samt Vizebürgermeisterin Renate Tomassovits, der Vizebürgermeister von Loipersbach Otmar Amminger und Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter samt Vizebürgermeister Thomas Hoffmann trafen sich beim Grenzübergang in Schattendorf, um mit einer Protestaktion auf die prekäre Verkehrssituation aufmerksam zu machen. „Wir haben die einzelnen Verkehrsteilnehmer entlang der Grenzverbindungsstraße angehalten und mittels Flugblättern appelliert, höherrangige Straßennetze fürs Pendeln zu nutzen“, so Vizebürgermeister Thomas Hoffmann.

Abkürzung für Pendler

Die Grenzverbindungsstraße Agendorf-Schattendorf erhitzt zunehmend die Gemüter der Bevölkerung. Der ursprünglich als Verbindungsweg, im Sinne eines zusammenwachsenden Europas angedachte Straßenzug, wird zunehmend von Pendlern als Abkürzung und günstige Ausweichvariante genützt. „Dadurch hat sich das Verkehrsaufkommen in der Region Loipersbach, Schattendorf, Baumgarten und Draßburg deutlich erhöht“, so die SPÖ-Ortsparteivorsitzenden der betroffenen Gemeinden. Zum Leidwesen der Verkehrssicherheit der hier lebenden Menschen, da dieser Straßenzug durch einen äußerst sensiblen Verkehrsbereich mit Friedhof, Kinderspielplatz, Freizeitzentrum, Volksschule und Neuen Mittelschule der Marktgemeinde Schattendorf, sowie die Schulwege und neuralgischen Punkte von Baumgarten und Draßburg, führt.

Bisher wurde keine  Lösung erzielt

Schon vor mehr als einem halben Jahr wurden auf Initiative der jeweiligen SPÖ-Ortsorganisationen in Baumgarten, Draßburg und Schattendorf Resolutionen im Gemeinderat beschlossen, in denen die Behörden darum gebeten wurden, sachorientierte und zielführende Lösungsvorschläge nach einer massiven Entlastung der Verkehrssituation für Schattendorf und die umliegenden Gemeinden zu erarbeiten – bisher ergebnislos.

Mehr als 300 Fahrzeuge pro Stunde

Weit mehr als 300 Fahrzeuge pro Stunde nützen in Spitzenzeiten diesen Weg als Abkürzung beziehungsweise als günstige Ausweichvariante, um schneller zum Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu gelangen. „Die ursprünglich angedachte Intention eines Verbindungsweges zweier Nachbargemeinden wird somit zweckentfremdet“, so Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter.

„Sollten diese Maßnahmen zu keinem Einlenken oder zu keiner nachweislichen Verringerung des Verkehrsaufkommens führen, werden die SPÖ-Ortsorganisationen weitere Protest-Initiativen setzen, um diesem untragbaren Zustand der Beeinträchtigung der Lebensqualität und der Gefährdung der Sicherheit der Bevölkerung Abhilfe zu verschaffen“, so das gesamte SPÖ-Team.

Man kann überall die Grenzen überschreiten 

Bezirkshauptmann Klaus Mezgolits sieht keine Hoffnung: „Grenzen im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr. Hier wird ein wenig dem Florianiprinzip gehuldigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schengen eine Ausnahme für Schattendorf macht, denn man kann überall die Grenzen überschreiten.“