Erstellt am 29. Juli 2015, 07:49

von Bernhard Fenz

Alles (k)ein Beinbruch. Der Mattersburger Sportreporter Wolfgang Haenlein verletzte sich im Urlaub bei einem Motorrad-Unfall in Asien schwer – die Liebe zu den zwei Rädern bleibt trotzdem.

Der Abtransport: Mit dem Flugzeug ging es heim zur Operation.  |  NOEN

Es sollte ein unvergesslich toller Urlaub werden, der den gebürtigen Mattersburger Wolfgang Haenlein Mitte Juni in die Mongolei führte.

"Das war ’Bad Luck‘"

Unvergesslich war er für den begeisterten Motorradfahrer in der Tat. Allerdings sind damit nicht nur die beeindruckenden Bilder der Reise gemeint, die den Krone-Sportjournalist begleiteten. Überschattet wurde die Tour für Haenlein von seinem schweren Unfall am Rande der Wüste Gobi. Ein falscher Tritt ins Leere beim Offroad-Fahren (also abseits der Straßen) – und dann ging alles ganz schnell. „Das war ’Bad Luck‘, die Sache ist einfach blöd ausgegangen. An sich muss man dieses Risiko in dem Gelände mit einkalkulieren.“ Die Folge: Schien- und Wadenbeinbruch. Haenlein (der zu dritt unterwegs war) musste 19 Stunden ausharren, ehe der siebenstündige Abtransport mit einem Auto erfolgte. „Das Warten im Liegen war im Vergleich dazu noch angenehm, die Schmerzen bei der holprigen Autofahrt waren fast unerträglich.“

Letztlich dauerte der Aufenthalt, ehe die Überstellung nach Österreich sowie die Operation des verletzten Beins erfolgen konnte, mehrere Tage. „An einem Montag passierte der Unfall, am Samstag bin ich dann im Wiener AKH operiert worden“, erinnert sich der Journalist zurück, dass zwischenzeitlich sogar eine Amputation im Raum gestanden war.

Der Bart fällt erst, wenn das Comeback erfolgt 

Mittlerweile ist Wolfgang Haenlein aber schon wieder frohen Mutes, „der Heilungsprozess läuft gut“. Klar, dass der zuständige Redakteur für den SV Mattersburg am Samstag bei der Bundesliga-Rückkehr gegen Salzburg vor Ort war – trotz Krücken: „Von den 360 Bundesliga-Spielen vor dem Abstieg habe ich 357 live gesehen, da war schon fix, dass ich das erste Spiel jetzt nicht versäume.“

An der Liebe zum Motorradfahren hat das Mongolei-Abenteuer übrigens nichts geändert, so gesehen war die Verletzung kein Beinbruch. „Ich zähle schon die Tage, bis ich wieder fahren kann“, schmunzelt der mittlerweile vollbärtige Sportreporter – der seine Haare im Gesicht auch solange behalten wird, bis er sein Motorrad-Comeback feiert.

Weitere Infos, Videos und zahlreiche Bild-Impressionen zum Thema finden Sie auf Wolfgang Haenleins Web-Auftritt unter: www.bike-on-tour.com