Erstellt am 18. November 2015, 08:20

Antau: Rüffel für Bürgermeister. n die Diskussion über die Texte, die der Antauer Bürgermeister Adalbert Endl auf Facebook postet, schaltet sich nun auch die ÖVP-Landespartei ein.

 |  NOEN, zVg

Nachdem rechtsextreme Texte auf seiner Facebook-Seite und die dazugehörigen Kommentare für erhebliche Diskussionen im und außerhalb des Dorfes gesorgt haben, wird der Antauer Bürgermeister Adalbert Endl nun auch von seiner eigenen Partei mit Kritik konfrontiert.

Es habe Einzelgespräche gegeben, lässt der Landesgeschäftsführer der ÖVP, Christoph Wolf, auf Anfrage der BVZ wissen. Wegen seiner bedenklichen Postings sei Endl „zurechtgewiesen“ worden. Dem widerspricht der Bürgermeister jedoch. Zurechtgewiesen könne nur werden, wer Fehler begangen hat. „Wir haben nur geredet,“ so der Antauer Gemeindevorsteher.

„Das heißt nicht, dass ich rechts bin."

Von der BVZ auf die Texte auf seiner Facebook-Seite angesprochen, antwortete Endl vor einigen Wochen mit einem Treueeid an die ÖVP: „Das heißt nicht, dass ich rechts bin. Ich bleibe meiner ÖVP treu.“

Einen Konflikt mit dem Programm der ÖVP sieht dagegen Christoph Wolf, seinerseits Geschäftsführer der burgenländischen Volkspartei: „Das ist nicht die Meinung der ÖVP-Burgenland.“ Ähnliches bekundete Alexander Ochs, Gemeindejugendreferent in Antau, nach der Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Thema Asyl in Antau, die er organisiert hatte. „Das ist die Meinung von Bürgermeister Endl, nicht die der ÖVP“, hieß es damals zu den Äußerungen seines Parteikollegen.

Dieser sieht sich mit seiner Meinung jedoch nicht isoliert. In einem Posting lobt er etwa Außenminister Sebastian Kurz für seine Aussage und teilt dessen Ansicht: „Wer Realist ist, ist nicht rechts.“

Die Texte auf seiner Seite sprechen jedoch eine andere Sprache. Als Quelle findet man etwa NPD-Mitglieder oder auch Organisationen wie Pegida. Auch die dazugehörigen Kommentare des Bürgermeisters klingen eher nach FPÖ. Beispielsweise nennt er die Politik von Angela Merkel und der deutschen Schwesterpartei der ÖVP „die bewusst herbeigeführte Zerstörung eines Landes und seiner Kultur.“